Entwicklungschef Lars Rasmussen verlässt Facebook

Facebooks Entwicklungsleiter Lars Rasmussen verlässt das Unternehmen im Juni, wie Techcrunch berichtet und von Facebook bestätigt bekommen hat. Er war einer der maßgeblichen Köpfe hinter Graph Search und zuletzt Facebook at Work. Zusammen mit seiner Partnerin Elomida Visviki wird er nun ein Musik-Start-up gründen.

(Bild: Facebook)Die Leitung des Projekts Facebook at Work teilt Facebook nun auf zwei Manager auf: Julien Codorniou, mit Sitz in London und zuständig für globale Partnerschaften, kümmert sich um die Zusammenarbeit mit anderen Firmen, während Chaitanya Mishra das Entwicklungsteam beaufsichtigt, das ebenfalls in London arbeitet. Er war von Anfang an in Facebook at Work involviert. Seine Aufgabe ist auch, die Zentrale in Menlo Park über das Fortschreiten der Arbeit informiert zu halten.

Grund für die Aufteilung ist Facebook zufolge ein hohes Aufkommen an Interessenbekundungen. Zehntausende Firmen haben angeblich den Wunsch geäußert, das Angebot zu testen.

Rasmussen selbst informierte TechCrunch in einer E-Mail, der Schritt sei „eine unglaublich schwere Entscheidung“ gewesen. „Die Arbeit dort war für mich nie aufregender als gerade jetzt. Aber im Lauf des letzten Jahres hat meine Verlobte Elomida etwas gebaut, was ich für eine neue, aufregende Möglichkeit halte, Musik zu komponieren und zu erfahren. Der Versuch, das in ein erfolgreiches Start-up zu verwandeln, wird zu viel Spaß machen, um es noch länger aufzuschieben.“

Bevor er 2010 zu Facebook kam, hatte sich Rasmussen schon als Unternehmensgründer betätigt. Er war einer der Erfinder von Google Maps und des Kollaborationswerkzeugs Google Wave, die sein australisches Start-up Where2 Technologies entwickelte. 2004 wurde es von Google übernommen. Visviki hingegen hat Berufserfahrung im Anzeigenbereich und gemeinnützigen Organisationen gesammelt. Seit 2014 ist sie laut ihrem LinkedIn-Profil bei einem Start-up namens „Cute Little Apps“ beschäftigt.

Dass Facebook an einer Business-Plattform mit Namen Facebook at Work arbeitet, war im November 2014 bekannt geworden. Professionelle Nutzer sollen damit mit Kollegen und Geschäftskontakten kommunizieren und gemeinsam an Dokumenten arbeiten können. Vor allem ist eine Groups-Funktion vorgesehen, die schier endlose, unübersichtliche E-Mail-Fäden ablösen soll. Die zugehörige App für Android und iOS ist seit Mitte Januar verfügbar.

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