Huawei P8 mit Metallgehäuse ab Mai für 499 Euro erhältlich

Der Preis gilt für die 16-GByte-Version des neuen Flaggschiff-Smartphones. Der Nachfolger des Huawei P7 kommt mit einer Octa-Core-CPU, 5,2 Zoll großem Full-HD-Display, 3 GByte RAM und einer verbesserten 13-Megapixel-Kamera. Im Juli folgt die 6,8-Zoll-Variante P8 Max.

Huawei hat in London seine neues Flaggschiff-Smartphone P8 offiziell vorgestellt. Das 5,2-Zoll-Modell verfügt über ein Unibody-Metallgehäuse und eine 13-Megapixel-Kamera. Der Nachfolger des Huawei P7 wird hierzulande im Mai in zwei Varianten mit 16 oder 64 GByte internem Speicher auf den Markt kommen. Die Preise betragen 499 respektive 599 Euro. Außerdem erscheint mit dem P8 Max auch eine 6,8-Zoll-Version mit 32 oder 64 GByte Speicher. Es wird voraussichtlich ab Juli für 549 beziehungsweise 649 Euro erhältlich sein.

Das 14,5 mal 7,2 Zentimeter große Gehäuse des Huawei P8 fällt mit einer Bauhöhe von 6,4 Millimetern sehr dünn aus. Es ist sogar noch etwas schlanker als das von Samsungs Galaxy S6 oder Apples iPhone 6. Das Gewicht beträgt relativ leichte 144 Gramm. Das in dem abgerundeten Metallgehäuse verbaute IPS-Display bietet wie beim Vorgänger eine Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten. Es soll eine hohe Farbgenauigkeit, einen hohen Kontrast, kräftige Farben und einen geringeren Stromverbrauch bieten. Eine Scheibe aus Gorilla Glass 3 schützt es vor Kratzern. Eine spezielle Nano-Beschichtung sorgt für einen Spritzwasserschutz.

Das Huawei P8 wird ab Mai zu Preisen ab 499 Euro in Deutschland in den Handel kommen (Bild: CNET).Das Huawei P8 wird ab Mai zu Preisen ab 499 Euro in Deutschland in den Handel kommen (Bild: CNET).

Angetrieben wird das Smartphone von HiSilicons 64-Bit-Octa-Core-Prozessor Kirin 930 beziehungsweise 935. Er besteht aus zwei Vierkern-Chips, die mit 2,0 respektive 2,2 GHz takten. Die schnellere CPU kommt in der 64 GByte Version zum Einsatz, die geringfügig langsamere im 16-GByte-Modell. Die Grafikberechnung übernimmt eine ARM-Mali-GPU. An RAM sind 3 GByte integriert. Die interne Speicherkapazität lässt sich dank eines MicroSD-Kartenslots um bis zu 128 GByte erweitern.

Aufgrund der dünnen Bauweise des Huawei P8 fällt der fest verbaute Akku mit 2680 mAh nicht ganz so stark aus wie bei einigen Konkurrenten. Im Sony Xperia Z3, das ebenfalls ein 5,2-Zoll-Display besitzt, ist beispielsweise ein 3100-mAh-Akku verbaut. Im Galaxy S6 findet hingegen nur ein 2550-mAh-Akku Platz, der zudem ein höher auflösendes Display mit Strom versorgen muss. Das Huawei P8 bietet laut Hersteller eine Akkulaufzeit von bis zu 14 Stunden bei Gesprächen sowie 480 Stunden im Standby-Betrieb. Bei durchschnittlicher Nutzung soll es anderthalb Tage, bei intensiver einen Tag durchhalten.

An Kommunikationsoptionen sind LTE nach Kategorie 4 mit Downloadraten von bis zu 150 MBit/s sowie UMTS, GPRS und EDGE vorhanden. WLAN nach IEEE 802.11b/g/n, GPS, Bluetooth 4.1, NFC sowie ein UKW-Radio sind ebenfalls an Bord. Ein intelligentes Netzwerkmanagement soll die besten Verbindungsmöglichkeiten erkennen und automatisch zwischen diesen wechseln. Zudem bringt das P8 den vom Huawei-Tablet MediaPad X2 bekannten Hybrid-SIM-Kartenslot mit.

Die rückseitige Kamera bietet mit 13 Megapixeln dieselbe Auflösung wie die des Vorgängers Huawei P7. Allerdings hat der chinesische Hersteller das neue Modell deutlich verbessert. So hat es einen neuen Vier-Farben-Bildsensor (RGBW), der eine höhere Helligkeit bei hohen Kontrasten und weniger Rauschen erzeugen soll. Zudem ist ein Bildprozessor verbaut, der an die Qualität einer DSLR heranreichen soll. Eine automatische Szenenerkennung sorgt bei Aufnahmen mit schlechten Lichtverhältnissen für bessere Kontraste. Im sogenannten „Low-Light-Photography-Modus“ sollen sogar Schnappschüsse im Dunkeln gelingen. Abgerundet wird die Kameraausstattung von einem Autofokus, einem zweifarbigen Doppel-LED-Blitz und einem optischen Bildstabilisator, der Verwackler besser ausgleichen soll als das iPhone 6 Plus. Huawei betont zudem, dass die Kamera im Gegensatz zum iPhone 6 nicht aus dem Gehäuse heraussteht. Die Front-Kamera für Selbstporträts und Videotelefonie löst 8 Megapixel auf.

Auch die Kamera-App hat Huawei um einige neue Funktionen erweitert. Im Low-Light-Painting-Modus wird eine Art Blende vor die Kamera gelegt, die der Nutzer manuell steuern kann. Wird das Smartphone bewegt, entstehen um das Motiv herum Lichteffekte, die wie Spuren oder Verzerrungen aussehen. Im „Regisseur-Modus“ können sich bis zu drei zusätzliche Android-Smartphones über WiFi-Direct und die integrierte App mit dem Huawei P8 verbinden, um eine Szene aus verschiedenen Perspektiven einzufangen. Der Nutzer kann dabei die gewünschte Perspektive für die Aufnahme auswählen und Regieanweisungen auf das Display der verbunden Smartphones schicken. Das so entstandene Video wird im Anschluss auf dem Gerät gespeichert. Fotos lassen sich neuerdings mit einem persönlichen Wasserzeichen versehen.

Als Betriebssystem installiert Huawei Android 5.0 Lollipop samt seiner neuesten Benutzeroberfläche Emotion UI 3.1 vor. Letztere umfasst etwa eine Firewall-Funktion, die beispielsweise besonders stromhungrige Apps blockiert. Eine neue Telefonie-App ergänzt automatisch die nötigen Ländervorwahlen. Dank des Features Voice+ sind Gespräche mit einer höheren Lautstärke möglich. Eine neue Geräuschunterdrückung reduziert zudem die Windgeräusche beim Telefonieren laut Huawei um bis zu 90 Prozent. Das Mikrofon soll außerdem ein Freisprechen aus bis zu 2 Metern möglich machen. Anwender können das Smartphone per Sprache aufwecken und beispielsweise mit dem Kommando „Wo bist du“ lokalisieren. Entsperren lässt es sich auch via Bluetooth mit dem Talkband B2.

Huawei gewährt Käufern des P8 drei Jahre Garantie. Der Akku ist davon allerdings ausgeschlossen. Nutzer, die sich im Huawei-Club anmelden, erhalten zusätzlich für drei Monate eine kostenlose Smartphone-Versicherung. Im Lieferumfang sind Premium-Ohrhörer enthalten. Als Zubehör gibt es eine Reihe verschieden farbiger Covers, darunter eines mit einem 4,3-Zoll-E-Ink-Display zum stromsparenden Lesen von E-Book.

Das Huawei P8 Max besitzt ein 6,8-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung (Bild: CNET).Das Huawei P8 Max besitzt ein 6,8-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung (Bild: CNET).

Das 6,8-Zoll-Phablet Huawei P8 Max bietet trotz seines deutlich größeren Displays wie das P8 eine Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln, aber einen deutlich stärken Akku mit 4360 mAh. Letzterer soll bei durchschnittlicher Nutzung bis zu 2,3 Tage Laufzeit ermöglichen. Angetrieben wird das P8 Max von der Kirin-935-CPU, der 3 GByte RAM zur Seite stehen. Das Phablet kommt mit dem jüngsten WLAN-Standard IEEE 802.11ac, aber nur mit Bluetooth 4.0.

Die rückseitige Kamera ebenfalls 13 Megapixel auf, die vordere 5 Megapixel. Dafür bietet sie einen Dual-Tone-LED-Blitz. Das Gehäuse ist 6,8 Millimeter dünn und besteht wie beim P8 aus Metall. Das Display wird von Gorilla Glass 4 geschützt.

[mit Material von Christian Schartel, CNET.de]

Tipp: Kennen Sie alle wichtigen Smartphone-Modelle, die letztes Jahr vorgestellt wurden? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Android, Huawei, Phablet, Smartphone

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3 Kommentare zu Huawei P8 mit Metallgehäuse ab Mai für 499 Euro erhältlich

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  • Am 17. April 2015 um 13:37 von Harald Beer

    Hallo ich müsste unbedingt erfahren ob u wann die schwarze 64 GB variante in Deutschland zu kaufen ist vielen Dank für ihre Antwort Mfg HB

    • Am 18. April 2015 um 15:09 von Judas Ischias

      Ich schau mal gleich in meine Glaskugel. ;)
      Lottozahlen für diesen Samstag nicht gefunden, aber auch keine Meldung über baldiges Erscheinen vom P8 in Deutschland. ;)
      Laut einem Bericht von computerbase.de, vom 17.4.,ist es angeblich wegen Größe und Dual-SIM sehr unwahrscheinlich dass es nach Deutschland kommen wird.
      Wobei mir der Grund mit Dual-SIM nicht einleuchtend ist.
      Es gibt schließlich, auch von HTC, MS, oder Samsung, schon etliche Hersteller mit Dual-SIM-Geräten auf dem Markt.

  • Am 15. Juni 2015 um 11:12 von Christo Köpcke

    Ich bin stolzer Besitzer eines P8 und bin sehr zufrieden damit. Der einzige Schwachpunkt scheint aber tatsächlich der Aku zu sein. Da ich es beruflich nutze sollte am Abend dann schon irgendwo eine Steckdose in der Nähe sein. Was mich aber noch interessiert: Ab wann kann man mit dem E-Ink-Cover rechnen und zu welchen Preis?

    MfG Christo

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