Google senkt Preis für Tango-Developer-Kit

Das mit 3D-Sensoren ausgestattete Tablet kostet ab jetzt nur noch 512 Dollar. Google will durch die Halbierung des Preises mehr Entwickler für das Project Tango gewinnen. In einer E-Mail an Entwickler kündigt es zudem eine baldige Ausweitung des Tango-Verkaufs an.

Google hat den Preis für das Entwickler-Kit des im vergangenen Juni vorgestellten 3D-Tablets Tango gesenkt. Für die Vorabversion des Tablets verlangt Google nun nur noch 512 Dollar. Bisher mussten Entwickler, die Anwendungen für das mit 3D-Sensoren ausgestattete Gerät erstellen wollen, 1024 Dollar für das Tablet ausgeben.

Wie Android Police berichtet, hat Google offenbar Interesssenten bereits per E-Mail darüber informiert, dass der Preis für das Kit halbiert wurde. Der Internetkonzern will offenbar mehr Programmierer für das Projekt gewinnen. In der E-Mail ist dem Bericht zufolge zudem die Rede davon, dass Google den Verkauf des Geräts in naher Zukunft ausweiten will.

Project-Tango-Tablet (Screenshot: Richard Nieva/CNET)

Für 512 Dollar erhalten Entwickler nun ein 7-Zoll-Tablet, dessen Bildschirm im 16:10-Format 1920 mal 1200 Bildpunkte auflöst. Es wird von einem Tegra-K1-Prozessor von Nvidia angetrieben. Zur Speicherung von Daten stehen intern 128 GByte zur Verfügung. Wichtigstes Ausstattungsmerkmal ist jedoch eine Kamera, die in einem Winkel von 170 Grad Bewegungen erfassen kann. Sie kombiniert Google mit Sensoren, die die Entfernung eines Objekts messen.

Das Tablet soll so die Kartierung und Navigation innerhalb von Gebäuden ermöglichen. Ein weiteres mögliches Einsatzgebiet sind Spiele, die den umgebenden Raum nutzen. Sehbehinderte könnten sich mithilfe von Project Tango in ihnen unbekannten Umgebungen orientieren, indem eine Software die Räumlichkeiten beschreibt und während des Laufens vor Hindernissen warnt. Ähnlich ließen sich Kunden eines Geschäfts zu von ihnen gesuchten Produkten lotsen.

Im Februar hatte Googles Advanced Technology and Projects Group (ATAP) das Tablet-Projekt Tango nach zwei Jahren Entwicklungszeit abgegeben. Es wird nun innerhalb von Google weitergeführt. Ein allgemein erhältliches Endgerät ist bereits für 2015 angekündigt.

Ob sich die Ankündigung, den Verkauf in Kürze auszuweiten, auf die eigentliche Markteinführung oder nur eine weitere Öffnung für mehr Entwickler bezieht, ist indes unklar. Möglicherweise gibt Google aber schon im kommenden Monat auf seiner Entwicklerkonferenz I/O, die am 28. und 29. Mai in San Francisco stattfindet, weitere Details zu Project Tango bekannt.

[mit Material von Sean Portnoy, ZDNet.com]

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Themenseiten: 3D-Content, Anwendungsentwicklung, Google, Tablet

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