Australische Behörde verschickt versehentlich persönliche Daten von G20-Staatschefs

Ein Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde verschickt Ausweis- und Visa-Daten der Staatschefs an die Organisatoren der Asien-Fußballmeisterschaft. Grund für das Versehen sei die Autofill-Funktion von Microsoft Outlook. Der Empfänger hat die Nachricht nach eigenen Angaben sofort gelöscht.

Die australische Einwanderungsbehörde hat im November 2014 versehentlich persönliche Daten von 31 Staats- und Regierungschefs, die am G20-Gipfel in Brisbane teilgenommen haben, an die Organisatoren eines internationalen Fußballturniers weitergeleitet. Das geht aus einem Bericht der britischen Zeitung The Guardian hervor. Die E-Mail enthielt demnach unter anderem Ausweis- und Visanummern sowie Geburtsdaten.

Flagge von Australien (Bild: WIkipedia/CC)An dem Gipfel nahmen neben US-Präsident Barack Obama und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auch der britische Premierminister David Cameron, der chinesische Präsident Xi Jinping und Bundeskanzlerin Angela Merkel teil. Auch Frankreich, Japan, Italien, Kanada, Indien und die Türkei gehören zu den zwanzig wichtigsten Industrienationen. Empfänger der E-Mail war das Organisationskomitee der Fußball-Asienmeisterschaft, die im Januar 2015 in Australien ausgetragen wurde.

Dem Bericht zufolge hatte die Einwanderungsbehörde schon am 7. November 2014 den australischen Datenschutzbeauftragten informiert und angesichts der betroffenen Personen um eine „dringende Rückmeldung“ gebeten. Eine spätere Untersuchung zeigte, dass der Datenverlust auf „eine E-Mail und eine E-Mail-Adresse“ zurückzuführen sei.

„Der Grund für den Datenverlust ist menschliches Versagen“, heißt es in einer E-Mail der Einwanderungsbehörde, die der Guardian nach dem Freedom of Information Act erhalten hat. Ein nicht näher genannter Mitarbeiter habe nicht bemerkt, dass die Autoausfüllen-Funktion von Microsoft Outlook eine falsche E-Mail-Adresse in das Feld „An“ eingefügt habe. Deswegen sei sie an die falsche Person verschickt worden.

Der Empfänger der Nachricht habe den Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde sofort über seinen Fehler informiert, heißt es weiter in dem Bericht. Er habe zudem die Löschung der Nachricht bestätigt. Sie sei auch nicht kopiert oder gesichert worden.

[mit Material von Claire Reilly, News.com]

Themenseiten: Datenschutz, E-Mail, Privacy, Sicherheit

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Australische Behörde verschickt versehentlich persönliche Daten von G20-Staatschefs

Kommentar hinzufügen
  • Am 30. März 2015 um 15:42 von dieterdreist

    wenn das eine vermutlich unverschlüsselte Email war, dann haben evtl noch mehr Leute die gelesen als nur der Empfänger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *