Apple-CEO Tim Cook will Teile seines Vermögens spenden

Laut Fortune verfügt er über ein Vermögen von rund 785 Millionen Dollar. Zuvor will Cook aber noch die College-Ausbildung seines zehnjährigen Neffen bezahlen. In den vergangenen Jahren spendete Cook bereits rund 100 Millionen Dollar für wohltätige Zwecke.

(Screenshot: ZDNet.de)Tim Cook folgt dem Beispiel von Microsoft-Gründer Bill Gates und wird große Teile seines Vermögens für wohltätige Zwecke spenden. Das sagte der Apple-Chef im Gespräch mit Fortune. Demnach will er sich von seinem Vermögen trennen, nachdem er die College-Ausbildung seines zehnjährigen Neffen bezahlt hat.

Cook gehört damit zu einer Gruppe von Millionären und Milliardären in der Technikbranche, die ihr Vermögen nicht für sich behalten wollen. Bekanntestes Beispiel sind Bill Gates und seine Frau Melinda, die über ihre Stiftung laut Forbes bereits 30,2 Milliarden Dollar oder 37 Prozent ihres Nettovermögens gespendet haben. Facebook-CEO Mark Zuckerberg hat bisher 1,5 Milliarden Dollar oder 4 Prozent seines Vermögens für wohltätige Zwecke abgegeben. Auch andere Firmenchefs wie Googles Sergej Brin oder der Ebay-Gründer Pierre Omidyar und Intel-Gründer Gordon Moore sind für großzügige Spenden bekannt.

Tim Cook gilt zwar allgemein als reicher Mann, den Status eines Milliardärs hat er aber noch nicht erreicht. Sein Grundgehalt bei Apple beträgt 1,75 Millionen Dollar. Basierend auf seinen Apple-Aktien beläuft sich sein Vermögen auf 120 Millionen Dollar. Darüber hinaus besitzt er aber noch Aktienoptionen, die derzeit einen Wert von 665 Millionen Dollar haben.

Für welche Zwecke Cook sein Geld spenden wird, geht indes nicht aus dem Fortune-Bericht hervor. Er habe sich in der Vergangenheit aber öffentlich für den Kampf gegen AIDS und für Menschenrechte und eine Reform der US-Einwanderungsgesetze ausgesprochen. „Du willst der Kieselstein im See sein, der die Welle der Veränderung auslöst“, zitiert ihn Fortune.

Cook vertritt seit der Übernahme des Chefsessels bei Apple im Jahr 2011 in Bezug auf Spenden eine andere Linie als sein Vorgänger Steve Jobs. Jobs war nicht unbedingt als Philanthrop bekannt und lehnte es zudem ab, sein Vermögen zu spenden. Cook hingegen gewährt Mitarbeitern erhebliche Rabatte auf Apple-Produkte. Er startete zudem ein unternehmensweites Spendenprogramm, das Spenden von Mitarbeitern von bis zu 10.000 Dollar pro Jahr um denselben Betrag aufstockt. Zudem schenkte er den Stanford-Krankenhäusern und auch dem Charity-Projekt Product Red jeweils 50 Millionen Dollar.

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

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6 Kommentare zu Apple-CEO Tim Cook will Teile seines Vermögens spenden

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  • Am 27. März 2015 um 11:42 von C

    Ich mag Apple nicht, Ich mag Tim Cook nicht.

    Wenn er jedoch Teile seines Vermögens nutzbringend für die Allgemeinheit spendet – dann Respekt und Hut ab dafür.

    • Am 27. März 2015 um 13:10 von Judas Ischias

      Es kommt zwar spät, aber immerhin kommt es. Das ist lobenswert.
      Andere kaufen sich noch ein „Haus“, irgendwo auf der Welt, welches dann so gut wie nie genutzt wird. Noch viele Autos, Jachten und Flugzeuge.

      Aber deswegen werden mir Cook und Apple trotzdem nicht sympathisch.

      Besteht ja auch keine Notwendigkeit. ;)

  • Am 27. März 2015 um 16:55 von dieterdreist

    ist ja auch nicht sofort sondern erst in 15 Jahren oder so, wenn der jetzt zehnjährige Neffe fertigstudiert hat.

    • Am 28. März 2015 um 0:28 von Judas Ischias

      Hoffentlich wird der Neffe kein „ewiger Student.“;)

  • Am 28. März 2015 um 12:57 von JAPPY56

    Was ist denn das für eine Aussage? Das Studium bezahlt er doch aus der Portokasse.

  • Am 29. März 2015 um 19:14 von Rudolf Micknass

    Ob jetzt oder spaeter oder aus welchen Motiven,es ist zu be-
    gruessen,dass er erkennt,dass man ein Vermoegen dieser Groesse
    nicht vernaschen kann.Ich hoffe nur,dass einer einmal das Geld
    dazu benutzt,den Papst davon zu euberzeugen,dass er nach ueber
    2000 Jahren christentum als Stellvertreter Chrities entlich er-
    klaert,dass ein Christ keinen Hass haben darf und weder fuer
    sich noch fuer Kriegsverdiener eine Knarre in die Hand nimmt,
    die moeglicherweise auch nach hinten losgeht.

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