Audiopartner: HP ersetzt Beats durch B&O

Die ersten Notebooks mit Audio von Bang & Olufsen werden HP zufolge noch im Frühjahr verfügbar werden. Die Marke wird auf der Business-Notebook-Reihe Spectre, den Gaming-Notebooks der Reihe Omen und den Envy-Geräten (darunter Ultrabooks und Hybridmodelle) zu finden sein. HPs bisherigen Audiopartner Beats hatte Apple vergangenes Jahr für 3 Milliarden Dollar gekauft.

Hewlett-Packard (HP) hat das dänische Unternehmen Bang & Olufsen (B&O) als neuen Audiopartner vorgestellt. Seine Technik soll künftig für PCs und Notebooks, Tablets und Headsets von HP genutzt werden. HPs bisherigen Audiopartner Beats hatte Apple vergangenes Jahr für 3 Milliarden Dollar gekauft.

HP kooperiert mit Bang & Olufsen im Audiobereich (Bild: HP)

In einer Telefonkonferenz erklärte Mike Nash, Vizepräsident der HP-Sparte Personal Computer und Drucker: „Wir haben in den letzten Jahren wirklich eine Menge Zeit in die Arbeit an Audio zusammen mit Beats gesteckt. Ich denke, dass beide Seiten in dieser Partnerschaft viel gelernt haben. Jetzt haben wir die Gelegenheit, unser erworbenes Wissen mit den Erfahrungen eines neuen Partners zu kombinieren, nämlich Bang & Olufsen.“

HP ist derzeit hinter Lenovo zweitgrößter PC-Hersteller der Welt. Audio-Qualität gilt als wichtiger Faktor, um sich im High-End-Segment von der Konkurrenz zu differenzieren. Nicht zuletzt deshalb dürfte sich Apple Zugriff auf die Technik von Beats Electronics gesichert haben.

Die ersten Notebooks mit Audio von Bang & Olufsen werden HP zufolge noch im Frühjahr verfügbar werden. Die Marke wird auf der Business-Notebook-Reihe Spectre, den Gaming-Notebooks der Reihe Omen und den Envy-Geräten (darunter Ultrabooks und Hybridmodelle) zu finden sein. Die Marke B&O Play hingegen wird mit Pavilion-Notebooks und -PCs, Tablets und Audio-Zubehör kombiniert.

Nash kommentierte, Beats sei zwar ein bekannter Name gewesen, der Wechsel zu B&O könne HP aber Vorteile bringen. „Ich glaube, beide Firmen bringen unterschiedliche Eigenschaften ein.“ Beide seien auch sehr angesehen.

Nicht nur im Vergleich zum 2008 von Rapper Dr. Dre und Musikproduzent Jimmy Iovine gegründeten Beats Electronics kann B&O als Traditionsmarke gelten. Es wurde 1925 gegründet. Seine Video- und Audio-Technik kommt in Fernsehern, Autos, Kopfhörern und Lautsprechersystemen zum Einsatz. Asus arbeitet seit 2010 mit B&O an Audio-fokussierten Computersysteme zusammen.

Parallel kann HP laut Vertrag noch bis Ende 2015 Geräte mit Beats-Technik (und Logo) verkaufen. Bisher fand dessen Technik in 15 bis 20 Prozent aller HP-Geräte Verwendung.

[mit Material von Ben Fox Rubin, News.com]

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Themenseiten: Bang & Olufsen, Hewlett-Packard, Notebook, Strategien

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6 Kommentare zu Audiopartner: HP ersetzt Beats durch B&O

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  • Am 25. März 2015 um 14:24 von Chris v.D.

    Gute Entscheidung von HP. Dann wird das evtl. mal was mit dem Klang, denn Beats hat außer dem Logo nichts gebracht. Die Soundqualität der HP Geräte mit Beats Audio waren m.E.n. keinen Deut besser als ein HP ohne irgendwas. B&O zeigt zumindest beim Vertu wie man auf kleinem Raum einen einigermaßen erträglichen Sound erzeugt. Vom Design versteht B&O eh mehr als Beats.

    • Am 25. März 2015 um 15:09 von Judas Ischias

      Ich finde Beats ist eine überschätze Marke.
      Ist gut angesehen bei jüngeren Leuten. Sind schön bunt und das Marketing war gut. Deshalb passten die auch gut zu Apple.

      B+O stehen meiner Meinung nach für gute, traditionelle Werte.
      Also eher konservativ.
      Und passen deshalb besser zu HP.

      • Am 25. März 2015 um 16:35 von Chris v. D.

        Obwohl ich weiß, was du meinst, möchte ich den Satz doch korrigieren. Die „Marke“ ist nicht überschätzt. Die Marke ist viel wert. Was du sicherlich ausdrücken wolltest war, dass Beats qualitativ hinter vielen Herstellern einzuordnen ist, obwohl vom Markenimage her sie weit vorne liegen. Beats ist eine Lifestyle Marke, kein Synonym für Audiophilen Genuss.
        B&O hatte aber auch mal so eine Phase, in der nur die Optik zählte. Da gabs dann hübsche Plastestandanlagen die aber nicht viel taugten. Gottlob sind die 80er in der Hinsicht vorbei. Hätte B&O vorher nicht bewiesen, dass sie High End Hifi können (die alten B&O Turntables sind immer noch Sahnestücke) hätten sie die Neuzeit wohl nicht erlebt. Die Beo Serien sind schon Designschätzchen, die nun aber auch qualitativ was können. Ein BeoVision ist tausendmal stylischer als irgendein Apfelding.

        • Am 25. März 2015 um 18:05 von Judas Ischias

          So hatte ich es auch gemeint. Ging um die Qualität der Produkte und nicht den Wert der Marke Beats.
          Außerdem hätte sonst gerade Apple nicht so viel Geld für Beats bezahlt, wenn die Marke Beats nicht so wertvoll wäre.

    • Am 26. März 2015 um 22:13 von PeerH

      Das Vertu kostet wieviel? ;-)

  • Am 25. März 2015 um 19:17 von Atalanttore

    Es kann nur besser werden.

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