Analyst: Apple beschäftigt sich mit Augmented Reality

Apple soll bei einem Augmented-Reality-Produkt dem Design den Vorzug vor der Technik geben. Piper-Jaffray-Analyst Gene Munster rechnet allerdings nicht mit einer kurzfristigen Markteinführung. Derzeit erhältliche Prototypen wie Google Glass sprechen ihm zufolge Verbraucher nicht an.

Apple unterhält angeblich ein Team, das sich mit Technologien für Augmented Reality befasst. Das geht aus einem Bericht des Piper-Jaffray-Analysten Gene Munster hervor, der wiederum auf Aussagen von Quellen in der Lieferkette beruht. Seiner Ansicht nach hat Augmented Reality „das Potenzial, eine genauso tief greifende technologische Plattform zu werden wie das Smartphone“.

(Bild: News.com)

Munster ist zudem davon überzeugt, dass Apple in der Lage ist, Produkte zu kreieren, die Verbraucher im Gegensatz zu den bisher erhältlichen Prototypen wie Google Glass wirklich haben wollen. Apple könne bei einem tragbaren Augmented-Reality-Gerät, genauso wie bei der Apple Watch, dem Design den Vorrang vor der Technik geben.

„Wir glauben, dass Wearables gedacht sind, um getragen und gesehen zu werden, weswegen sie modisch und begehrenswert sein müssen“, sagte Munster. „Augmented Reality benötigt eine Technik, die Bilder in das Sichtfeld des Nutzers projiziert. Wir glauben, dass Apple die einmalige Fähigkeit besitzt, die Augmented-Reality-Technik mit einem attraktiven und modischen Design zu verbinden, das Nutzer tatsächlich tragen wollen.“

Der Analyst geht allerdings nicht davon aus, dass Apple die Technik kurzfristig auf den Markt bringt. Apples Team versuche einfach nur herauszufinden, wie man ein tragbares Augmented-Reality-Gerät entwickelt, das nach modischen und sozialen Aspekten akzeptabel ist. Ihm zufolge könnten die Bemühungen Apples nicht einmal zu einem tatsächlichen Produkt führen.

Für die Apple Watch hat der iPhone-Hersteller bereits mehrere neue Mitarbeiter aus den Bereichen Mode und Handel eingestellt. Munster zufolge sollen sie auch helfen, das Image des Unternehmens als „Modemarke“ zu stärken. Dazu zählen neben der ehemaligen Burberry-Chefin Angela Ahrendts auch der frühere CEO von Yves Saint Laurent, Paul Deneve, der Designer Marc Newson und Marcela Aguilar, früher Global Marketing Director der Modekette Gap.

„Wir glauben, dass die zunehmenden Möglichkeiten des Unternehmens im Bereich Mode und Design Apple helfen können, langfristig andere Wearable-Produkte zu entwickeln, vor allem Geräte mit einem Fokus auf Augmented Reality“, ergänzte Munster.

Apple könnte aber auch Augmented Reality für seine vorhandenen Mobilgeräte nutzen. Das Unternehmen aus Cupertino hat beim US-Patentamt mehrere Patentanträge eingereicht, die sich mit der Technik beschäftigen. Ein Beispiel ist ein im November 2014 eingereichter Antrag für ein „Transparentes elektronisches Gerät, das beschreibt, wie digitale Bilder mit Objekten in der realen Welt kombiniert werden können.

[mit Material von Lance Whitney, News.com]

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