Apple Stores sorgen für mehr Kunden in Einkaufszentren

Der iPhone-Hersteller sorgt für geschätzte 10 Prozent zusätzlichen Kundenverkehr in US-Shoppingmalls. Als Kundenmagnet kann er eine Miethöhe von nur 2 Prozent seiner flächenbezogenen Umsätze aushandeln. Die übrigen Ladengeschäfte müssen dafür bis zu 15 Prozent ihrer erwarteten Einnahmen aufbringen.

Apples Ladengeschäfte sorgen für eine höhere Kundenfrequenz in den Einkaufszentren, in denen sie angesiedelt sind. Wie das Wall Street Journal aus Branchenkreisen in Erfahrung brachte, bringt das dem iPhone-Hersteller extrem günstige Konditionen ein, während die übrigen Händler eine erheblich höhere Miete an die Betreiber von US-Shoppingmalls entrichten müssen.

apple-retail-storeImmobilienanalysten schätzen den zusätzlichen Kundenverkehr dank Apple auf etwa 10 Prozent. Es übernimmt in den USA oft die strategisch gelegenen Flächen von Warenhausketten, die zuvor als Kundenmagnete dienten und dafür ebenfalls mit Sonderkonditionen belohnt wurden. Anders als diese sorgt Apple aber offenbar nicht in gleichem Maße für zusätzliche Käufe in kleineren und spezialisierten Ladengeschäften, da Besucher häufig auch nur gezielt den Apple Store ansteuern und das Einkaufszentrum wieder verlassen.

Die Warenhausketten waren teilweise im Besitz ihrer eigenen Flächen oder mussten lediglich eine relativ geringe Pauschalgebühr für die öffentlich nutzbaren Flächen im Zentrum entrichten. Sie waren damit noch privilegierter als Apple – den Großteil der Miete hatten schon immer die kleineren Händler dazwischen aufzubringen.

Apple konnte den Branchenquellen zufolge dank seiner Anziehungskraft aushandeln, dass seine Miete nicht mehr als 2 Prozent seiner flächenbezogenen Umsätze beträgt. Der typische Ladenbetreiber im gleichen US-Einkaufszentrum hingegen muss eine Miete in Höhe von bis zu 15 Prozent seiner erwarteten Umsätze vereinbaren. Apple konnte sich außerdem weitere Vergünstigungen sichern wie etwa, nicht die üblichen Mietzuschläge bei Überschreitung einer bestimmten Umsatzhöhe entrichten zu müssen.

Laut WSJ erzielt der durchschnittliche Apple Store einen Umsatz von 6000 Dollar je Quadratfuß. Umsatzstärkere Ladengeschäfte des iPhone-Herstellers sollen sogar auf Einnahmen von 10.000 Dollar je Quadratfuß kommen. Apple sei 2013 für durchschnittlich 14 Prozent der Umsätze in 45 erfassten Shoppingmalls verantwortlich gewesen – ein steiler Anstieg von nur rund 2,5 Prozent im Jahr 2002.

Apple betreibt derzeit weltweit rund 450 eigene Ladengeschäfte, davon 265 innerhalb der USA. Im letzten Fiskaljahr trugen sie 12 Prozent zu seinen Umsätzen bei und zogen angeblich rund eine Million Besucher täglich an. Im Januar kündigte der iPhone-Hersteller einen beschleunigten Ausbau seiner Ladengeschäfte in China durch die Eröffnung von weiteren fünf Niederlassungen an. Damit ist es im bevölkerungsreichsten Land der Erde mit 20 Stores vertreten.

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