Google-CFO Patrick Pichette tritt zurück

Der 52-jährige Manager gehört zu den fünf Executive Officers des Unternehmens. In den kommenden 6 Monaten steht er für die Suche und Einarbeitung eines Nachfolgers zur Verfügung. Pichette will künftig mehr Zeit mit seiner Familie verbringen.

Googles langjähriger Chief Financial Officer Patrick Pichette hat seinen Rücktritt angekündigt. Pichette, der seit 2008 bei Google ist, will sich einer gestern veröffentlichten Börsenpflichtmeldung zufolge im Lauf der nächsten sechs Monate aus dem Unternehmen zurückziehen. Bis dahin steht er für die Suche nach einem Nachfolger und dessen Einarbeitung zur Verfügung.

Patrick Pichette (Bild: Google)

In einem Eintrag auf Google+ begründete der 52-Jährige den Schritt mit dem Wunsch, mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Er wolle sich vor allem mehr um seine Frau kümmern, mit der er im Sommer 25 Jahre verheiratet sei. „Mir geht es nicht um Verständnis, ich möchte aber gerne meine Gedanken teilen, weil es so vielen Menschen schwerfällt, die richtige Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu finden“, schreibt Pichette.

Pichette ist einer von insgesamt fünf Executive Officers bei Google und damit ein wichtiges Mitglied des Führungsteams, dem sonst noch die Firmengründer Larry Page (CEO) und Sergey Brin sowie Eric Schmidt (Executive Chairman) und David Drummond (Chief Legal Officer und Senior Vice President des Bereichs Corporate Development) angehören.

Vor seiner Zeit bei Google bekleidete Pichette führende Positionen bei Call-Net Enterprises, einem kanadischen Telekommunikationsunternehmen, und der Beratungsfirma McKinsey & Company. Zudem arbeitete er zwischen 2001 und 2008 bei Bell Canada, zwischenzeitlich auch als CFO. Recode zufolge hat er zudem Abschlüsse von der Université due Québec à Montreal und der Oxford University.

Im Herbst 2014 hatte Google bereits Teile der obersten Führungsebene neu organisiert. Unter anderem wies CEO Larry Page dem Chef der Abteilungen Chrome, Apps und Android, Sundar Pichai, neue Aufgabenbereiche zu. Er ist seitdem auch für die Suche und das Social Network Google+ verantwortlich. Die Reorganisation sollte laut Recode Page die Möglichkeit geben, sich aus dem Tagesgeschäft einiger Bereiche zurückzuziehen, um sich mehr auf größere und langfristigere Projekte zu konzentrieren.

Zudem hatte im Sommer 2014 Chief Business Officer Nikesh Arora das Unternehmen verlassen, der für den Ausbau von Googles Werbegeschäft verantwortlich war – der wichtigsten Einnahmequelle des Internetkonzerns. Arora ist jetzt CEO des Internet- und Medien-Geschäfts des japanischen Konzerns Softbank.

[mit Material von Richard Nieva, News.com]

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