Uber kauft Kartendienst deCarta

Es will damit seine ortsbasierten Dienste verbessern - beispielsweise den Navigationsalgorithmus UberPOOL für Routen mit mehreren Fahrgästen. Die künftige Uber-Tochter offeriert auch lokale Suche und Navigation samt Abbiegeanweisungen.

Der Fahrdienstvermittler Uber hat einen Kartendienst namens deCarta mit rund 40 Beschäftigten übernommen. Das berichtet Mashable. Das Unternehmen soll als selbständige Tochter agieren und seine standortbasierten Dienste – darunter auch lokale Suche und Navigation mit Abbiegeanweisungen – weiter selbst vermarkten.

(Logo: Uber)

Angeblich werden 30 der 40 Angestellten übernommen – darunter der CEO. Bisher integriert Uber Google Maps als Kartendienst und Navigationswerkzeug in seine App. Dies funktioniert Anwenderberichten zufolge aber nur bedingt – oft wähnen sich die Uber-Fahrer schon am Ziel, obwohl sie noch einen Häuserblock vom tatsächlichen Standort des Fahrgasts entfernt sind.

Uber hat daher mit der Entwicklung von UberPOOL begonnen – einem Navigations-Algorithmus, der auch mehrere Fahrgäste unterstützt, deren Start- und Zielort in eine komplexe Route eingebunden werden soll. Gegenüber Mashable kommentierte es: „Viele der Techniken, die die App von Uber so zuverlässig, erschwinglich und nahtlos nutzbar machen, basieren auf Kartendiensten. Mit der Übernahme von deCarta werden wir unsere auf Karten basierenden Produkte und Dienste weiter verbessern – beispielsweise UberPOOL oder die Berechnung der erwarteten Ankunftszeit -, um das Nutzererlebnis noch zu verbessern.“

Bisher hatte sich Uber bisweilen gerühmt, trotz nahezu 6 Milliarden Dollar erhaltener Anschubfinanzierung keine Übernahmen getätigt zu haben. Gegenüber The Verge stellte ein Sprecher jetzt klar, es sei „eine sehr kleine Zahl an Firmen“ übernommen worden. Die Namen nenne man nicht.

Crunchbase zufolge hat deCarta bisher 56,1 Millionen an Investitionen erhalten.

Diese Woche hatte Uber einräumen müssen, bei einem Hackerangriff im Mai 2014 Fahrerdaten verloren zu haben. Die unbekannten Täter hatten möglicherweise Zugriff auf eine Datenbank mit persönlichen Informationen von bis zu 50.000 ehemaligen und aktuellen Fahrern. Davon hat Uber nach eigenen Angaben erst am 17. September 2014 erfahren. Die kompromittierte Datenbank enthielt neben Namen auch die KFZ-Kennzeichen von tausenden Uber-Fahrern in mehreren US-Bundesstaaten.

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