Blackberry Messenger führt kostenpflichtige Add-ons ein

Für 99 Cent im Monat kann BBM werbefrei genutzt werden. Eine frei wählbare PIN kostet 1,99 Dollar pro Monat. Die iOS-App wurde um Touch-ID-Authentifizierung erweitert, Android-User können nun Nachrichten auf einer Smartwatch lesen und über sie beantworten.

Blackberry hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona eine neue Version seines Messenger-Programms BBM vorgestellt. Erstmals ist eine anzeigenfreie, aber kostenpflichtige Version verfügbar, die 99 Cent pro Monat kostet. Unter iOS können sich Nutzer der App jetzt mit ihrem Fingerabdruck, also per Touch ID authentifizieren.

BBM-Logo (Bild: Blackberry)

Mit frei wählbaren PINs gibt es eine weitere Bezahloption, die Blackberry mit 1,99 Dollar berechnet. Die PIN ist bei Blackberry die persönliche Kennung, die jeden Nutzer eindeutig identifiziert (und nicht etwa eine Geheimzahl). Möchte man online einen neuen BBM-Kontakt knüpfen, aber seine Telefonnummer nicht herausgeben, ist eine Übermittlung der PIN die einfachste Möglichkeit. PINs können sechs bis acht Zeichen lang sein.

Neu ist auch, dass BBM-Nutzer jetzt im BBM-Desktop-Client zu Channels beitragen können. Außerdem besteht nun die Möglichkeit, Fotos in Gruppenchats zu posten. Unter iOS ist erstmals eine Verwendung im Querformat möglich, was vor allem das Tippen erleichtert.

Unter Android ist Support für Smartwatches mit Android Wear neu. Auf ihnen lassen sich Hinweise auf neue BBM-Nachrichten anzeigen, aber auch die kompletten Nachrichten selbst. Über Google Now ist auch eine Antwort per Spracheingabe möglich. Außerdem kann man BBM-Einladungen direkt auf der Uhr annehmen.

„Dieses Update ermöglicht Ihnen noch mehr Kontrolle über Ihr BBM-Erlebnis, indem es mehr Personalisierung und Schutz der Privatsphäre bringt“, kommentiert Blackberrys Senior Vice President Herman Li. „Indem wir mit dem Update plattformspezifische Funktionen wie Touch ID und Android-Wear-Unterstützung nutzen, können wir das Gesamterlebnis verbessern.“

Inzwischen sollte die Aktualisierung in den App Stores verfügbar sein. Ausgenommen ist nur Windows Phone, das die Mehrzahl der Funktionen ebenfalls bekommen soll, aber zu einem noch nicht definierten Zeitpunkt.

Blackberrys Konzentration auf Dienste soll den Rückgang seines Anteils am weltweiten Smartphonemarkt auf etwa 0,4 Prozent kompensieren. Mit kostenpflichtigen Add-ons läutet der Anbieter die zweite Phase dieser Strategie ein. Mit der Blackberry Experience Suite hat er in Barcelona auch drei weitere App-Sammlungen vorgestellt, die er für Android, iOS und Windows Phone verfügbar machen will. Sie enthalten etwa die Nachrichtenzentrale Hub, die virtuelle Tastatur und Sicherheitsfunktionen.

[mit Material von Lance Whitney, News.com]

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