AVG weist die verschwenderischsten Android-Apps aus

Besonders schlecht schneiden Facebook, Spotify und Instagram ab. Samsungs Sicherheitslösung Knox drosselt die Akkuleistung massiv und lässt sich nicht einmal abschalten. Mit Battery Doctor zählt auch ein Energiesparprogramm zu den größten Stromverschwendern.

AVG Technologies hat seinen Android App Performance Report fürs vierte Quartal 2014 vorgelegt (PDF). Darin identifiziert es unter anderem die Apps, die den meisten Strom und die meiste Bandbreite verbrauchen. Besonders schlecht schneiden Facebook, Spotify und Instagram ab, die auch die Tabelle der Apps mit den schlimmsten Auswirkungen auf die Gesamtleistung anführen.

Auf den Plätzen vier und fünf folgen Path und die Amazon-Shopping-App. Der größte Stromverschwender unter den von selbst startenden Apps ist der Beep’nGo Übertragungsservice, gefolgt von Samsungs Knox-Komponente Security Policy Updates. Die Top 5 runden Facebook, Waze und VaultHide ab.

Android-Apps mit  negativen Folgen für die Smartphone-Leistung (Diagramm: AVG)

Nicht ganz so interessant ist die Liste der von Anwendern zu startenden Apps, die verschwenderisch mit Strom umgehen. In diese Kategorie fallen wenig überraschend zahlreiche Spiele aufgrund ihrer Grafik, unter anderem Candy Crush und Clash of Clans. Schließt man aber Spiele aus, finden sich auch Spotify und Amazons Shopping-App auf den vorderen Plätzen.

Mit Bandbreite geht vor allem Daily Mail Online verschwenderisch um – eine in Deutschland wohl selten eingesetzte App. Es folgen Tumblr, Facebook, Instagram und Spotify Music.

Was den benötigten Speicherplatz angeht, sind die Messaging-App Tango, wiederum Daily Mail Online, Facebook, Spotify und die Selfie-App Line negativ aufgefallen. Auch Instagram, Chrome, SoundCloud, Ball Pool und Vine erfordern viel Speicherplatz. Einige von ihnen, darunter Tango, Vine und Daily Mail, verbrauchen wertvollen Speicher für zwischengespeicherte Inhalte.

AVG bedauert in seinem Forschungsbericht besonders, dass sich Samsung Knox so außerordentlich nachteilig auf die Leistung auswirkt. Es spricht von 30 bis 40 Prozent weniger Akkulaufzeit durch den Dienst Security Policy Update. Zudem lässt dieser sich aus Sicherheitsgründen nicht abschalten, wie Samsung gegenüber ZDNet.com eingeräumt hat.

Außerdem weist AVG auf den Fall der App Battery Doctor hin – nach seinen Recherchen eines der beliebtesten Android-Tools, dessen Aufgabe unter anderem darin besteht, die Akkulaufzeit zu verlängern. Tatsächlich gehört Battery Doctor zu den schlimmsten Stromverschwendern unter den Android-Apps, zumindest solange es selbst läuft.

Android-Nutzern empfiehlt AVG, in den App-Einstellungen Benachrichtigungen für alle Apps abzuschalten, bei denen sie nicht erforderlich sind. Im Fall von Facebook bestehe die Möglichkeit, nur den gesonderten Messenger zu nutzen. Außerdem lasse sich bei Facebook und einigen anderen Apps die Download-Frequenz für Updates einstellen. Und schließlich biete es sich an, standortbasierte Dienste grundsätzlich abzuschalten und das GPS-Modul erst dann zu aktivieren, wenn es tatsächlich gebraucht wird.

[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

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Themenseiten: AVG Technologies, Android, Software

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