Deutsche Bank und HP schließen milliardenschweren Outsourcing-Vertrag

Er hat eine Laufzeit von zehn Jahren und sieht die Modernisierung der weltweiten IT der Deutschen Bank durch HP vor. HP soll Betriebsplattform, Datenspeicherung und Hosting bereitstellen. IT-Architektur, Anwendungsentwicklung und Datensicherheit bleiben hingegen in den Händen der Bank.

Die Deutsche Bank und Hewlett-Packard haben eine Outsourcing-Vereinbarung über ein Volumen von mehreren Milliarden Dollar unterzeichnet. Der Vertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren sieht die Modernisierung der weltweiten Informationstechnologie der Deutschen Bank durch HP vor. Ein weiteres Ziel sind deutliche verringerte Kosten für die globale IT-Infrastruktur der größten deutschen Bank.

Die Türme der Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt am Main (Bild: Deutsche Bank)

Die Vereinbarung umfasst vorrangig die IT-Infrastruktur für das Groß- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank. Hier soll HP vor allem bedarfsorientierte Rechenzentrumsleistungen bereitstellen, einschließlich der Betriebsplattform, der Datenspeicherung und des Hostings. Für die IT-Architektur, die Anwendungsentwicklung und die Datensicherheit soll hingegen weiterhin die Bank zuständig sein.

Als Teil eines umfassenden IT-Transformationsprogramms will die Deutsche Bank zudem ihre IT-Anwendungen verbessern, gleichzeitig deren Anzahl verringern und sie dann auf die von HP betriebene Plattform übertragen. Darüber hinaus plant das Geldinstitut, seine eigenen IT-Prozesse zu optimieren, um die für den Geschäftsbetrieb notwendigen Technologien bereitzustellen.

Henry Ritchotte, Chief Operating Officer der Deutschen Bank, erklärte, die Vereinbarung ermögliche „eine standardisierte und erstklassige IT-Infrastruktur“ bei gleichzeitig sinkenden Kosten. „Eine modernere und flexiblere Technologieplattform wird die Möglichkeiten der Bank, neue Produkte und Dienstleistungen einzuführen, weiter stärken. Darüber hinaus schafft die IT-Plattform die Grundlage für die nächste Phase der Digitalisierung der Bank.“

HP-Chefin Meg Whitman sagte zu dem Vertragsabschluss: „Durch diese Partnerschaft und die Umgestaltung ihrer IT-Infrastruktur wird die Deutsche Bank ihre langfristigen Geschäftsziele erreichen. Dabei nutzt die Deutsche Bank eine maßgeschneiderte HP-Helion-Lösung, die es ihr erlaubt, sich auf die Entwicklung und Umsetzung neuer Dienstleistungen für ihre Kunden zu konzentrieren.“

Zum Helion-Portfolio gehören sämtliche HP-Cloud-Angebote wie CloudSystem, Cloud Service Automation oder Managed Virtual Private Cloud, inklusive Support- und Beratungsdiensten. Mit Helion OpenStack bietet HP seit Mai letzten Jahres auch eine eigene OpenStack-Distribution für den Einsatz in hybriden Cloud-Umgebungen an.

[mit Material von Colin Barker, ZDNet.com]

Themenseiten: Deutsche Bank, HP, Hewlett-Packard, Outsourcing

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1 Kommentar zu Deutsche Bank und HP schließen milliardenschweren Outsourcing-Vertrag

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  • Am 26. Februar 2015 um 3:06 von Sepp

    Outsourcing HP? Mein Beileid! Viel Glueck dann :) Und wieder einmal Kosteneinsparung zu Lasten der Qualitaet. Nix dazu gelernt!! Von IBM zu HP !!LOL!! Ich wuerde sagen verschlimmbessert!Also Vorstand und CIO: Immer schoen Augen und Ohren zu, dann sieht die Sache vieleicht positiv aus. Ach schaut einfach auf die Kosteneinsparung oder auf euer Gehalt, dann koennt ihr das bevorstehende Tal der Traenen besser ertragen.

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