LinkedIn legt Klage wegen Passwortdiebstahl für 1,25 Millionen Dollar bei

Die Kläger hatten ihm unzureichende Sicherheitsmaßnahmen vorgeworfen. Unter anderem fügte es den Passwort-Hashes kein Salt hinzu. Bis zu 800.000 Amerikaner sind anspruchsberechtigt. Sie erhalten je maximal 50 Dollar.

LinkedIn hat in eine Zahlung von bis zu 1,25 Millionen Dollar eingewilligt, um eine Sammelklage beizulegen. Die Kläger hatten das Unvermögen des Business Social Network beanstandet, Passwörter und private Daten seiner Premium-Abonnenten zu schützen.

(Bild: Linkedin)

Anlass der Klage war ein Vorfall im Juni 2012, als das Unternehmen melden musste, russische Hacker hätten mehr als sechs Millionen Passwörter gestohlen. Dies entsprach rund 5 Prozent der Nutzerbasis.

Die zunächst von einem einzelnen Nutzer angestoßene Klage beanstandete besonders, dass LinkedIn seine Hashes nicht mit Salt angereichert hatte, um die Dechiffrierung zu erschweren. Das Angriff soll durch SQL Injection realisiert worden sein, was den Angreifern Zugriff auf die Datenbank von LinkedIn gab. Wie viele Datensätze ausgelesen wurden, war zunächst unklar.

Die jetzige Einigung betrifft Einzelpersonen und Firmen in den USA, die zwischen 15. März 2006 und 7. Juni 2012 ein kostenpflichtiges Premium-Konto bei LinkedIn hatten. Der New York Times zufolge sind das rund 800.000 Amerikaner. Sie können nun ihre Ansprüche anmelden. Die Höhe der endgültigen Erstattung wird von der Zahl der Anträge abhängen.

Aus dem Fonds von 1,25 Millionen Dollar heraus werden aber zunächst die Anwaltskosten der Kläger bestritten. Die Einigung wurde am Bundesbezirksgericht Nordkalifornien erzielt; vorsitzender Richter war Edward J. Davila.

Die maximale Entschädigung pro Person beträgt 50 Dollar. Sollte nach Abgeltung aller Ansprüche ein Restbetrag verbleiben, geht er anteilig an drei gemeinnützige Organisationen: das Center for Democracy & Technology, das World Privacy Forum und das Carnegie Mellon CyLab Usable Privacy and Security Laboratory. Sollten aber so viele Ansprüche angemeldet werden, dass die Abfindung pro Person auf unter 10 Dollar sinkt, steht noch einmal eine Revision im Raum.

Ansprüche können bis 2. Mai erhoben werden. LinkedIn kommentiert, es habe in die Modalitäten eingewilligt, um „Ablenkung und Kosten durch ein laufendes Verfahren zu vermeiden.“

[mit Material von John Fontana, ZDNet.com]

Themenseiten: Cybercrime, Gerichtsurteil, LinkedIn, Soziale Netze

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