Lancom meldet neuen Umsatzrekord

Der deutsche Netzwerkspezialist konnte seine Verkaufserlöse 2014 um rund ein Viertel steigern. Vor allem seine Geschäftsbereiche "Wireless Connectivity" und "Wireless LAN" hätten signifikant zum Wachstum beigetragen. Für 2015 erwartet Lancom weitere Impulse unter anderem durch die sukzessive Netzumstellung auf All-IP. Entsprechende Migrationslösungen zeigt es bereits auf der CeBIT.

Lancom-Systems (Bild: Lancom)Der deutsche Netzwerkspezialist Lancom Systems hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr einen neuen Umsatzrekord eingefahren. Demnach konnte das Unternehmen seine Verkaufserlöse in 2014 um 24 Prozent auf 43 Millionen Euro steigern. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 sei es im jährlichen Schnitt um 15 Prozent gewachsen.

Seine beiden Geschäftsbereiche „Network Connectivity“ und „Wireless LAN“ haben laut Lancom maßgeblich zu diesem Wachstum beigetragen. Beim Verkauf von VPN-Routern, Gateways und Clients erzielte
das Unternehmen ein Verkaufsplus von 26 Prozent, während es den Umsatz bei seinen Mobilfunkroutern eigenen Angaben zufolge sogar mehr als verdoppeln konnte. Dazu dürfte auch der im Juli 2014 vorgestellte Multifunktionsrouter 1781VA-4G zum Preis von 899 Euro beigetragen haben. Das Gerät ist aufgrund seiner Unterstützung von VDSL2, ADSL2+, LTE, UMTS und HSPA+ flexibel einsetzbar und offeriert darüber hinaus zwei SIM-Slots in seinem internen Modem, sodass etwa im Falle des Ausfalls eines Providers automatisch auf den Alternativanbieter umgeschaltet werden kann. Gleiches gilt bei Verbrauch des mobilen Datenvolumens. Lancom zufolge ist der Dual-SIM-Router primär für die Standortvernetzung geeignet.

Beim Vertrieb seiner WLAN-Access-Points, WLAN-Controller und Hotspot-Lösungen sei es ebenfalls deutlich schneller gewachsen als der Markt und habe um insgesamt 21 Prozent zugelegt. Insbesondere die Ende 2012 eingeführten 450-MBit/s-Access-Points hätten sich mit einem Umsatzplus von 35 Prozent hervorgetan, dicht gefolgt von den WLAN-Controllern mit einer Steigerung um 32 Prozent.

Lancom Systems 1781VA-4G (Bild: Lancom)Im Sommer 2014 stellte Lancom Systems seinen Dual-SIM-fähigen Multifunktionsrouter 1781VA-4G vor (Bild: Lancom).

„Unser Wachstum ist eine großartige Bestätigung für unsere Firmenphilosophie und Portfoliostrategie. Die Kunden schätzen sehr, dass unsere Router und Wireless LAN-Produkte im Vertrauensraum Deutschland entwickelt und gefertigt werden und wir ein starkes Augenmerk auf die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Zukunftsfähigkeit unserer Lösungen legen“, erklärt Lancom-Gründer- und Geschäftsführer Ralf Koenzen, den Erfolg in einer Pressemitteilung. „Unsere starke Entwicklung zeigt deutlich, dass sich eine deutsche Alternative zu US-amerikanischen und asiatischen Großkonzernen äußerst erfolgreich am Markt entwickeln kann“, so Koenzen weiter.

Die andauernden Enthüllungen von Edward Snowden, die unter anderem besagen, dass Geräte aus den USA mit einer Hintertür dür die NSA ausgestattet sind, dürfte dem deutschen Hersteller beim Verkauf seiner Produkte sicher auch geholfen haben. Wie zu hören ist, haben Lancom-Produkte inzwischen auch im Bundeskanzleramt Einzug gehalten.

Für 2015 erwartet Lancom unter anderem eine deutliche Zunahme beim Verkauf seiner Gigabit-WLAN-Geräte- und Hotspots sowie eine große Resonanz auf seine Ende 2014 eingeführten Wireless-ePaper-Displays, die Prozesse im Handel, Gastgewerbe und Gesundheitswesen sowie in der Logistik weiter digitalisieren und damit verbessern sollen. Ebenso zeichne sich ein stark gestiegenes Interesse am BSI-zertifizierten VPN-Router-Angebot des Unternehmens ab, das zunehmend in Firmen und staatlichen Einrichtungen zum Einsatz komme.

Ferner rechnet der Netzwerkspezialist mit weiteren signifikanten Wachstumsimpulsen durch die Pläne der Deutschen Telekom und zahlreicher internationaler Provider, die Telekommunikationsnetze bis 2018 auf die sogenannte All-IP-Technologie, also auf rein IP-basierte Anschlüsse, umzustellen. Im Zuge dessen muss laut Lancom auch die vorhandene Router-Basis aufgerüstet beziehungsweise ausgetauscht werden.

Entsprechende Lösungen für eine Migration von ISDN auf All-IP zeigt Lancom bereits auf der diesjährigen CeBIT. In Hannover demonstriert das Unternehmen auf seinem Messestand in Halle 13 (C28) unter anderem, wie mittels seiner hauseigenen All-IP-Option bestehende Lancom-Router so umgerüstet werden, dass ISDN-Anlagen über die Router auch in einem All-IP-Netz weiterbetrieben werden können. Überdies will der Netzwerkspezialist auf der CeBIT einen ersten Einblick in sein Mitte 2015 erhältliches All-IP-kompatibles Router-Portfolio gewähren.

Tipp: Wissen Sie alles über Edward Snowden und die NSA? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: CeBIT, Lancom Systems, Netzwerk, Telekommunikation

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