Bericht: Galaxy S6 erscheint in zwei Versionen

Das Display einer Modellvariante soll "über drei Seiten gehen". Ein neues umlaufendes Display führt demnach weiter, was mit Galaxy Note Edge und seinem gekrümmten Bildschirmrand begann. Laut Bloomberg verfügen beide S6-Smartphones über Metallgehäuse, 5,1-Zoll-Displays und Samsungs leistungsfähigste Exynos-Prozessoren.

Samsung will im nächsten Monat angeblich zwei Versionen seines Flaggschiff-Serie Galaxy S mit unterschiedlichen Displays vorstellen. Zwar sollen beide Varianten des kommenden Galaxy S6 über eine Bildschirmdiagonale von 5,1 Zoll verfügen, aber das Display eines Modells soll „über drei Seiten gehen“. Das berichtet Bloomberg und beruft sich auf Personen, die Kenntnis von Samsungs Plänen haben.

Das neue umlaufende Display führt demnach weiter, was im letzten Jahr mit Galaxy Note Edge und seinem gekrümmten Bildschirmrand begann. Dieser dient unter anderem zur Anzeige von App-Shortcuts – ähnlich der Taskleiste in Windows – oder innerhalb von Apps als Werkzeugleiste. Er kann aber auch über Benachrichtigungen informieren, während beispielsweise ein Video läuft, und zeigt im Nachtmodus bei ansonsten ausgeschaltetem Display die Uhrzeit an.

(Bild: Sarah Tews / CNET)Nach dem Vorbild von Galaxy Note Edge könnte „Galaxy S Edge“ mit zwei abgerundeten Displaykanten kommen (Bild: Sarah Tews / CNET).

 

Inzwischen gibt es mehrere Hinweise auf ein Samsung-Smartphone mit zwei abgerundeten Display-Seitenkanten. Durchgesickerte Bilder zeigten ein Modell mit einem – anders als bei Galaxy Note Edge – auf der linken Seite gekrümmten Kante, was bereits für eine Dual-Edge-Version mit beidseitig gerundeten Kanten sprach. Im Quellcode der niederländischen Webseite des Mobilfunkanbieters Vodafone wurde die Bezeichnung „Galaxy S Edge“ als Platzhalter für ein künftig bestellbares Smartphone entdeckt. Auf Samsungs Einladung zur Veranstaltung Galaxy Unpacked am 1. März waren die Konturen eines geschwungenen Geräts auszumachen. Das Event findet einen Tag vor dem offiziellen Start des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona statt.

Die unter dem Codenamen „Project Zero“ entwickelten neuen Galaxy-Modelle verfügen laut Bloomberg über Gehäuse, die vollständig aus Metall gefertigt sind. Als Zulieferer nennt es BYD Electronic, eine Tochterfirma des chinesischen Autoherstellers BYD. Während Samsung das über die Kanten laufende Display bei einem Modell einsetzt, soll es bei einer weiteren S6-Variante mit dem gewohnten einseitigen Display auf Nummer sicher gehen. Zugunsten der leistungsfähigsten Chips aus eigener Herstellung soll sich Samsung außerdem von Qualcomm-Prozessoren verabschieden.

Samsung braucht ein innovatives neues Flaggschiff-Smartphone als Gegenentwurf zu Apples erfolgreichem iPhone 6 und muss sich zugleich von anderen Herstellern abheben. „Obwohl Samsung weiterhin weltweit preisgünstige Modelle herausbringt, um seine Marktanteile zu verteidigen, ist das nächste Galaxy S wichtiger, weil sie damit ihr Geld verdienen“, zitiert Bloomberg den Analysten Lee Sang Hun aus Seoul.

Der Start des neuen Flaggschiff-Smartphones ist für Samsung tatsächlich von größter Bedeutung. Zuletzt mussten die Koreaner sowohl bei Umsatz und Gewinn als auch bei den Marktanteilen teils deutliche Rückgänge hinnehmen. Vor allem durch chinesische Rivalen wie Xiaomi, Huawei und ZTE gerät Samsung zunehmend unter Druck von unten, während ihm im High-End-Bereich Apple verstärkt zusetzt.

Tipp: Kennen Sie alle wichtigen Smartphone-Modelle, die letztes Jahr vorgestellt wurden? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Android, Displays, Prozessoren, Samsung, Smartphone

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