US-Fluglinie ermöglicht Einkaufen mit Apple Pay

JetBlue Airways hat als Bezahlterminals 3500 iPads Mini angeschafft. Sie informieren Flugbegleiter auch gleich über den Vielfliegerstatus des Passagiers - und ob er zufällig Geburtstag hat. Apple-Vize Eddy Cue sieht außerdem Automaten aller Art als große Chance fürs Bezahlen per Handy.

Apple Pay hat eine erste Fluglinie als Partner gewonnen. Auf Flügen der JetBlue Airways können Besitzer von iPhone 6 und iPhone 6 Plus Speisen, Getränke oder auch Souvenirs mit dem Smartphone bezahlen, sobald das Flugzeug seine Reisehöhe erreicht hat. Auch ein Upgrade in eine komfortablere Klasse lässt sich – soweit verfügbar – mit dem Apple-Smartphone zahlen.

Apple Pay (Bild: James Martin/CNET)

Über die Partnerschaft berichtet USA Today, das auch Apples Senior Vice President Eddy Cue zitiert: „Wenn einer sich für etwas entscheidet, übt das Druck auf seinen Nachbarn aus.“ JetBlue werde also wohl nicht lange die einzige Fluglinie bleiben, die Apple Pay akzeptiere, erklärte er. Zudem werde ab April auch Bezahlen mit einer Apple Watch unterstützt werden.

JetBlue Airways kommentierte, es habe frühere Bezahlterminals ausgemustert und durch mit NFC-Chips ausgestattete aktuelle iPad-Mini-Modelle (3. Generation) ersetzt. Eine fürs Servicepersonal konzipierte App verrate Stewardessen und Stewards zudem, ob ein Passagier Vielflieger sei oder zufällig Geburtstag habe. 3500 iPads wurden angeschafft. Sie mussten zuvor extra von der Federal Aviation Administration für den Einsatz in der Luft genehmigt werden.

Der Bezahldienst kann ab nächster Woche in der Luft genutzt werden, und zwar zunächst auf Inlandsflügen zwischen New York und Los Angeles sowie San Francisco. Bis Juni will die Fluglinie das Angebot auf alle ihre Flüge ausweiten. Irgendwann im dritten Quartal soll zudem eine eigene App von JetBlue über Apple-Pay-Unterstützung verfügen.

Der Bezahldienst erfordert keine Verbindung zum Internet, auch wenn JetBlue seinen Passagieren ein WLAN anbietet. Auf Nachfrage durch USA Today bestätigte JetBlue Airways, eine Unterstützung von Google Wallet oder anderen Mobilbezahldiensten sei „in Arbeit“.

Apple-Vize Cue zufolge sind Automaten eine der größten Chancen von Apple Pay: von Waschmaschinen bis hin zu Parkschein- und Getränkeautomaten. „Viele Leute tragen lieber kein Bargeld mit sich herum oder wollen sich zumindest darüber keine Gedanken machen“, sagte er mit Hinblick auf die USA. Hingegen seien öffentliche Nahverkehrssysteme wie U-Bahnen eher ein langfristiges Projekt: Jedes sei anders, es gebe unterschiedliche Lokalregierungen und das System müsse erst finanziert werden. „Solche Dinge bewegen sich langsamer, als Sie und ich sich das wünschen.“

Apple Pay hat in den USA bisher rund 750 Bankpartner gewonnen. 2015 wird daher nach Ansicht von CEO Tim Cook „das Jahr von Apple Pay„. Auch eine Expansion nach Europa ist geplant. Im Dezember wurden etwa schon Gespräche mit britischen Banken bekannt.

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Themenseiten: Apple, Smartphone, iPhone

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