US-Präsident Obama spricht mit Silicon Valley über Cybersecurity

Das Weiße Haus veranstaltet einen Cybersecurity Summit an der Universität Stanford. Geladen sind CEOs von Firmen aus den Bereichen Finanzen, Technik und Computersicherheit. Anschließend gibt es ein Fundraising-Dinner bei IT-Investor Sanford Robertson.

US-Präsident Barack Obama plant, sich in der San Francisco Bay Area mit Firmenvertretern zu treffen und über Cybersecurity zu diskutieren. Kommenden Freitag steht zunächst ein Cybersecurity Summit an der Stanford University an, anschließend wird Obama an einem Abendessen des Investors Sanford Robertson teilnehmen, wie die Zeitung San Jose Mercury News berichtet.

Barack Obama (Bild: Pete Souza, Whitehouse.gov)Barack Obama (Bild: Pete Souza, Whitehouse.gov)

Den universitären Cybersecurity Summit richtet das Weiße Haus selbst aus. Neben Politikern werden CEOs von Firmen aus den Bereichen Finanzen, Technik und Computersicherheit teilnehmen. Ein Fokus ist der geplante Datenaustausch zwischen Behörden und privatwirtschaftlichen Firmen im Sicherheitsbereich, ein anderer eine bessere Absicherung von Bezahldiensten.

Obama hatte die Notwendigkeit besserer Cybersicherheit dieses Jahr schon in seiner Rede zur Lage der Nation betont. Außerdem erweiterte er sein Haushaltsbudget für 2016 in diesem Punkt um 14 Milliarden Dollar. Sie sollen in Maßnahmen fließen, um Behörden wie auch Firmen besser vor Angreifern und Spionen zu schützen.

Das anschließende Abendessen wird vom Democratic National Committee organisiert. Es dient dem Fundraising (Spendenakquise), die Teilnahme ist also kostenpflichtig. Das Geld geht als Wahlkampfspende an die Demokratische Partei.

Hausherr Sanford Robertson ist Gründer und Vorsitzender von Robertson, Stephens & Company – eine der ersten Investmentbanken in San Francisco, die Technikfirmen förderte. Er sitzt heute im Aufsichtsrat von vier Firmen, darunter Dolby Laboratories und Salesforce.com.

Seine Motivation hatte Obama kürzlich anlässlich der Haushaltserhöhung klar gemacht, als er sagte: „Dieses Budget gibt uns die Mittel an die Hand, die wir brauchen, um die Nation gegen alle Cyberattacken zu schützen. Keine ausländische Nation, kein Hacker sollte in der Lage sein, unsere Netzwerke lahmzulegen, unsere Handelsgeheimnisse zu stehlen oder in die Privatsphäre amerikanischer Familien einzudringen.“

Erst letzte Woche gab es einen weiteren spektakulären Datendiebstahl in den USA: Der zweitgrößten Krankenversicherung Anthem wurden bis zu 80 Millionen Datensätze entwendet. Sie waren offenbar im Klartext gespeichert, um Weitergabe und Datenbankabfragen zu erleichtern. Mit Target, Home Depot und JP Morgan traf es schon Handelsketten und eine Bank, außerdem wurde im November das Filmstudio Sony Pictures gehackt.

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

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