Google kauft Foto-Plattform Odysee

Sie ermöglicht unter iOS und Android eine automatische Sicherung von Fotos und Videos. Google wird das Odysee-Team in sein Soziales Netzwerk Google+ integrieren. Den Backup-Dienst stellt Google jedoch am 23. Februar ein.

Google hat die Smartphone-App Odysee übernommen. Die für iOS und Android erhältliche Anwendung erlaubt es Nutzern, Fotos und Videos, die sie mit einem mobilen Gerät aufgenommen haben, automatisch auf ihrem heimischen PC zu sichern. Das für die Plattform verantwortliche Team schließt sich Googles Sozialem Netzwerk Google+ an, um sich „weiterhin auf die Entwicklung fantastischer Produkte“ zu konzentrieren.

Odysee-Logo: (Bild: Odysee)

Einer Ankündigung auf der Odysee-Website zufolge stellt der Backup-Dienst am 23. Februar seinen Betrieb ein. Nutzer des Angebots können allerdings auch noch danach ihre bereits über die Cloud gesicherten Fotos und Videos als Archivdatei herunterladen.

„Wir freuen uns bekannt zu geben, dass wir uns dem Google+-Team anschließen“, teilt Odysee mit. „Unser Ziel war er, den einfachsten Weg für jeden zu schaffen, unbeschränkt Erinnerung einzufangen und von überall darauf zuzugreifen.“

Die Odysee-App wurde inzwischen aus Apples App Store und auch Google Play entfernt. Der Herausgeber der App, das im kalifornischen San Jose ansässige Start-up Nimbuz, hatte 2013 761.000 Dollar für die Entwicklung von Odysee erhalten. Über weitere Finanzierungsrunden sowie Nutzerzahlen ist nichts bekannt.

Auch wenn Google offenbar die Funktionen von Odysee in Google+ integrieren will, stützt die Übernahme auch die Gerüchte, wonach Google seinen Fotodienst wieder von seinem Sozialen Netzwerk trennen will. Bloomberg hatte im August 2014 gemeldet, dass der Foto-Hosting-Dienst künftig wieder Nutzern zur Verfügung stehen soll, die nicht bei Google+ registriert sind.

In Bezug auf seine Nutzerzahlen hinkt Google+ deutlich hinter dem Marktführer Facebook hinterher. Business Insider hatte im Januar aus mehreren Studien zitiert, wonach nur 9 Prozent der insgesamt 2,2 Milliarden Google+-Profile auch öffentlich zugängliche Inhalte haben. 2015 hätten sogar erst 0,2 bis 0,3 Prozent, also 4 bis 6 Millionen Nutzer, einen Beitrag auf Google+ öffentlich gemacht.

Zum Vergleich, Facebook hatte nach eigenen Angaben im vierten Quartal 2014 890 Millionen täglich aktive Nutzer. Damit greifen 64 Prozent der monatlich aktiven 1,39 Milliarden Nutzer sogar mindestens einmal am Tag auf Facebook zu.

[mit Material von Leon Spencer, ZDNet.com]

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