Mobiler Werbeumsatz: iOS liegt deutlich vor Android

iOS-Geräte erzielen einen deutlich höheren Anteil an allen Einnahmen aus mobilen Anzeigen als Android. Einer Studie von Opera Mediaworks zufolge kamen iPhone und iPad im vergangenen Jahr gemeinsam auf einen Anteil von 51,67 Prozent. Allerdings ist es Android gelungen, den Abstand deutlich zu verkürzen. Gegenüber 2013 verbesserte sich Googles Mobil-OS um fast 10 Punkte auf 41,2 Prozent.

iPhone 6 Plus im Vergleich zum LG G3 (Bild: ZDNet.de)

Apple profitiert laut Opera Mediaworks vor allem von seiner starken Position in westlichen Märkten wie den USA, Deutschland und Großbritannien. In diesen Ländern seien Rich-Media- und Video-Anzeigen weiter verbreitet als im Rest der Welt. Zudem sei hier die Nutzung mobiler Apps im Vergleich zu mobilen Websites höher, was iOS zuverlässig neue Nutzer beschere.

Andere Mobilbetriebssysteme spielen beim mobilen Anzeigenumsatz eine untergeordnete Rolle. Auffällig ist lediglich, dass das schon vor Jahren eingestellte Symbian mit einem Anteil von 3,34 Prozent im vergangenen Jahr deutlich vor Blackberry (1,05 Prozent) und Windows Phone (0,19 Prozent) liegt, zumal letzteres beispielsweise laut Zahlen von Kantar Worldpanel Comtech generell einen deutlich höheren Marktanteil hat als Blackberry und Symbian zusammen.

Beim weltweiten mobilen Anzeigentraffic hat Android im vergangenen Jahr iOS jedoch überholt. Androids Anteil kletterte zwischen 2013 und 2014 von 37,71 Prozent auf 62,69 Prozent. Der Anteil von iPhone und iPad schrumpfte hingegen um 16 Punkte auf 27,18 Prozent. Damit wurden im vergangenen Jahr 89,87 Prozent aller mobilen Anzeigen mit iOS- oder Android-Geräten aufgerufen. 2013 lag der gemeinsame Anteil beider OS noch bei 81,1 Prozent.

„Apples iOS hat jedoch nicht alleine die Rechnung für Androids Wachstum bezahlt“, heißt es weiter in der Studie. „Stattdessen sind es Blackberry und ältere Feature Phones, die die meisten Anteile an die neueren Plattformen verloren haben.“ 2011 waren sie noch für 25 Prozent aller Anzeigenaufrufe verantwortlich – Ende 2014 waren es nur noch 10 Prozent.

Social-Networking-Sites und –Apps haben laut Opera den größten Anteil am Anzeigentraffic. Die größten Werbeumsätze generieren jedoch Musik, Video und Medien. Das größte Wachstum erzielte wiederum der Bereich Spiele, dessen Anteil am Anzeigentraffic von 5 Prozent im Jahr 2013 auf fast 14 Prozent im vierten Quartal 2014 kletterte. Zudem waren Spiele 2014 für 23,61 Prozent aller mobilen Werbeumsätze verantwortlich. 2013 waren es noch nur 2,67 Prozent. Die höchsten Anzeigenpreise werden allerdings in den Bereichen Business und Finanzen verlangt.

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2 Kommentare zu Mobiler Werbeumsatz: iOS liegt deutlich vor Android

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  • Am 4. Februar 2015 um 9:10 von Wo bitte.....?

    Wo bitte bleiben die Erklärungen? Wer nicht gerade vom Fach ist, behält nach diesem Artikel nur eines im Kopf – „iOS liegt vor Android“… Nur, dass das kein Vornliegen im positiven Sinn ist. Obwohl Android als Werbemaschinerie verschrien ist, erzielt iOS mehr Umsatz mit Werbung – wobei auch der Satz erläutert werden muss. Nicht iOS erzielt einen Umsatz, sondern die Werbetreibenden zahlen für die Werbung auf der iOS Plattform mehr als die Hälfte der Gesamtausgaben für mobile Werbung. Keine Ahnung wie man da von „Android holt auf“ sprechen will. Und es ist nicht „verwunderlich“, dass Windows Phone „nur“ 0,19% am Umsatz mit Werbung hat, das ist eine gute Nachricht – zumindest für den Nutzer, zeigt es nämlich, dass das System extrem Werbefrei ist und Windows Phone Nutzer nicht auf plumpe Bildchenwerbung reinfallen.

    Was diesem Artikel fehlt ist die klare Sichtweise. Das ist aus der Sicht der Werbetreibenden geschrieben (weil nur die Statistik wiedergegeben wird), und so auch nur für die Interessant. Was das den User bedeutet hätte hier im Vordergrund stehen sollen, oder ist ZDNet das Sprachrohr der Werbeindustrie?

    • Am 4. Februar 2015 um 9:51 von Florian Kalenda

      Wenn ich mal für den Kollegen sprechen darf: Die Perspektive ist nicht die der der Werbetreibenden, sondern ich denke, es geht ihm um die (wirtschaftliche) Einordnung der Plattformanbieter. Der überraschende Erfolg von Symbian beispielsweise ist nicht für Werbetreibende interessant, denn die haben ja schon dort gebucht, sondern für jeden, den die IT-Branche insgesamt (und nicht nur das eigene Smartphone) interessiert.

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