US-Präsident Obama will zusätzliche 14 Milliarden Dollar für Cyberabwehr

"Dieses Budget gibt uns die Mittel an die Hand, die wir brauchen, um die Nation gegen alle Cyberattacken zu schützen. Keine ausländische Nation, kein Hacker sollte in der Lage sein, unsere Netzwerke lahmzulegen, unsere Handelsgeheimnisse zu stehlen oder in die Privatsphäre amerikanischer Familien einzudringen."

US-Präsident Barack Obama hat seine diesen Monat angekündigte Cybersecurity-Reform präzisiert. Das für 2016 vorgeschlagene Budget erhöht sich in diesem Bereich um 14 Milliarden Dollar, wie Reuters berichtet. Diese für den Schutz von Regierungssystemen ebenso wie von privaten Rechnern vorgesehene Summe muss aber erst der Kongress bewilligen.

US-Sicherheit (Bild: News.com)

Die „Comprehensive National Cybersecurity Initiative“ (also „umfassende nationale Cybersicherheits-Initiative“) hatte Obama vor einer Woche in seiner Rede zur Lage der Nation erstmals erwähnt. Jetzt spezifizierte er auch Ziele, nämlich verstärkten Informationsaustausch zwischen privaten Firmen und der Regierung, verbesserte Spionageabwehrtechnik und bessere Schulung zu Cyber-Themen für Mitarbeiter der Regierung.

Fürs Finanzjahr 2016, das am 1. Oktober beginnt, hat Obama ein ausführliches Budget (PDF) vorgelegt. Es nennt etwa das Intrusion-Detection-System Einstein, ein Überwachungssystem für Bundesnetze sowie sechs Cyber-Zentren als Investitionspunkte. „Dieses Budget gibt uns die Mittel an die Hand, die wir brauchen, um die Nation gegen alle Cyberattacken zu schützen“, heißt es darin. „Keine ausländische Nation, kein Hacker sollte in der Lage sein, unsere Netzwerke lahmzulegen, unsere Handelsgeheimnisse zu stehlen oder in die Privatsphäre amerikanischer Familien einzudringen.“

Ob der von den Republikanern dominierte Kongress, das Budget bewilligen wird, ist unklar. Cybersicherheitsgesetze wurden in den letzten Jahren schon mehrfach blockiert. Dies spricht Obama ebenfalls an: „Zusätzlich zur Bitte um ein erhöhtes Budget, um unsere Nation vor Cyberangriffen zu schützen, ermahne ich den Senat, endlich die Gesetzgebung zu verabschieden, die wir benötigen, um dieser stärker werdenden Bedrohung zu begegnen.“

Unterstützung erhielt der Präsident von der Electronic Transactions Association, der 500 Kreditinstitute und Technikfirmen angehören. Ihr CEO Jason Oxman schreibt an den Kongress: „Der Gesetzesvorschlag des Präsidenten wird die Zahl und den Schweregrad von Cyberattacken reduzieren, da er der Industrie Zugriff auf Informationen zu den Plänen von Cyberkriminellen gibt, die sie handlungsfähig machen. Mehr Informationsaustausch zu Cyberbedrohungen dient als Frühwarnsystem, das der Bezahldienstbranche hilft, ihre Verteidigung gegen Cyberangriffe zu stärken.“

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

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