Twitter führt Video-Tool in Apps ein

Auch die im November angekündigten privaten Gruppennachrichten führt es jetzt unter Android und iOS ein. Sie können an 20 Personen verschickt werden. Das Limit für Videos sind 30 Sekunden - nicht etwa sechs wie bei Vine. Die Videos starten nicht selbsttätig.

Neuer Video-Modus in Twitter-App (Bild: Twitter)

Twitter hat private Gruppenbenachrichtigungen eingeführt und erweitert die Möglichkeiten seiner Nutzer, Videos mittels Mobil-App zu posten – ergänzend zu seinem Dienst Vine. Dies gilt zunächst für die Android- und iOS-Apps.

Die Direktnachrichten an Gruppen sowie bessere Video-Unterstützung hatte Twitter bereits im November angekündigt. „Wir optimieren für schnelles, fast sofortiges Sharing“, erklärte Produktdirektor Jinen Kamdar im Hinblick auf Videos. Das Bewegtbild-Format ist sowohl für Anzeigenkunden attraktiv, die selbst Videowerbung schalten wollen, als auch eine Möglichkeit der Nutzerbindung.

Videoclips lassen sich nun innerhalb der gerade ausgerollten App-Aktualisierung schneiden und zusammenstellen. Die Funktionen und selbst die Oberfläche erinnern an den 2012 von Twitter übernommenen Videosharing-Dienst Vine, der allerdings eine Beschränkung von sechs Sekunden hat. Auf Twitter sind es 30 Sekunden. Die Videos erscheinen in Tweets als Standbild, starten also nicht automatisch, wie von einigen befürchtet.

In Direktnachrichten lassen sich nun bis zu 20 Adressaten angeben. Kamdar zufolge unterschiedet sich das Angebot von ähnlichen der Konkurrenz: Beispielsweise können Nutzer ihren Klarnamen verbergen. „Was Twitter einmalig macht, ist, dass man auch mit Menschen interagiert, die man nicht kennt.“ Gerade deshalb sei es für viele wichtig, auch abseits des Streams kommunizieren zu können.

Anleger sind seit Monaten skeptisch, ob Twitters Nutzerwachstum wieder an Fahrt aufnehmen kann. Zuletzt meldete es immerhin 284 Millionen Menschen, die mindestens einmal während des dritten Quartals aktiv waren. Dies bedeutete ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wie sein President Adam Bain im November erklärte, sieht Twitter ein Jahr nach dem eher verhalten aufgenommenen Börsengang vor allem drei Umsatzquellen: Werbung, Daten und E-Commerce. Das Geschäft mit den Datenlizenzen hat dem Manager zufolge innerhalb der letzten zwölf Monate um 171 Prozent zugelegt. Die 500 Millionen Tweets, die 284 Millionen Nutzer täglich erstellen, seien eine wichtige Informationsquelle für bestimmte Firmen.

[mit Material von Ian Sherr, News.com]

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