Intel stellt Access-Point für Klassenzimmer vor

Das System mit Atom-Prozessor und Ubuntu-Betriebssystem kann auch als Server dienen. Lehrer spielen dann Inhalte per USB auf, Schüler können sie via WLAN und Browser lokal abrufen. Das Gerät verfügt aber auch über eine Ethernet-Schnittstelle und optional ein Mobilfunkmodul.

Intel hat einen Education Content Access Point speziell für Schulen vorgestellt. Die mobile Einheit kann Lerninhalte wie ein Server für bis zu 50 Schüler bereitstellen. Durch einen integrierten Akku lässt sie sich bis zu fünf Stunden lang ohne Stromanschluss betreiben.

Intel Education Content Access Point (Bild: Intel)

Ein Netzteil gibt es aber durchaus, ebenso wie eine Befestigungsmöglichkeit für die Wandmontage. Als Prozessor ist ein Intel Atom E3815 verbaut, der auf 2 GByte RAM, 8 GByte Flash-Storage und optional eine 500-GByte-Festplatte zugreifen kann. Als Betriebssystem dient Ubuntu 12.04.

Verbindet man den Education Content Access Point per Ethernet mit einem Netzwerk, kann er klassische Aufgaben eines Access-Points übernehmen und den Schülern per WLAN einen Internetzugang ermöglichen. Optional lässt er sich mit einem Mobilkunkmodul ausstatten, wenn kein Ethernet verfügbar ist. Oder aber, der Lehrer spielt die im Unterricht benötigten Inhalte per USB-3.0-Verbindung aufs Gerät beziehungsweise dessen Festplatte. Die Schüler können dann lokal, ohne Webzugang, mit dem Browser darauf zugreifen.

In den USA kommen zunehmend iPads oder Chromebooks im Unterricht zum Einsatz. Der Education Content Access Point ist hingegen für Umgebungen gedacht, in denen bisher kein WLAN existiert – etwa in Entwicklungsländern. Intel wird ihn über Vertriebspartner Schulen anbieten. Eine Preisvorstellung hat es nicht genannt.

Intels Engagement für Schulden und Bildung geht mindestens bis 2003 zurück. Das Unternehmen war auch am 100-Dollar-Notebook-Projekt „One Laptop Per Child“ von Nicholas Negroponte beteiligt, schon nach einem halben Jahr trennte man sich aber im Streit.

Stein des Anstoßes war Intels mit dem OLPC konkurrierende Eigenentwicklung Classmate-PC, die es nicht aufgeben wollte. 2009 folgte die erste Tablet-Variante. Und im Mai 2014 hieß es etwa in Intels Corporate Responsibility Report 2013, Ziel sei es, „der Gesellschaft Zugang zu Bildung und Technologien zu verschaffen und den Gedanken der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit und umweltverträglichen Handels voranzutreiben.“

[mit Material von Sean Portnoy, ZDNet.com]

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Themenseiten: Intel, Server, Telekommunikation

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1 Kommentar zu Intel stellt Access-Point für Klassenzimmer vor

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  • Am 22. Januar 2015 um 21:44 von HerrS

    „Der Education Content Access Point ist hingegen für Umgebungen gedacht, in denen bisher kein WLAN existiert – etwa in Entwicklungsländern.“

    …, dann gehören die meisten deutschen Klassenzimmer zu den Entwicklungsländern.

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