FBI verhaftet angeblichen Administrator von Silk Road 2.0

Brian Richard Farrell prüfte als DoctorClu die Zulassung von Händlern. Er soll auch ein konkurrierendes Angebot per DDoS attackiert und dem Chef des Markts, Blake Benthall, assistiert haben. In seinem Haushalt wurden laut FBI 35.000 Dollar in bar, ein Silberbarren und Drogenausrüstung gefunden.

Der bereits im Juli 2014 vom Heimatschutz als „Haupt-Administrator“ des Drogenumschlagplatzes Silk Road 2.0 identifizierte Brian Richard Farrell ist gestern verhaftet worden. Laut US-Staatsanwältin Anette Hayes war der 26-Jährige dort unter dem Online-Namen DoctorClu bekannt.

Silk Road war im September 2013, der Nachfolger genau ein Jahr später beschlagnahmt worden (Screenshot: News.com).

Das FBI teilt mit, Farrell sei einer aus „einer kleinen Gruppe von Online-Administratoren und Forenmoderatoren“ gewesen, die sich um den Alltagsbetrieb der Site kümmerten. Farrell soll konkret etwa Händler zum Verkauf auf Silk Road 2.0 zugelassen und Denial-of-Service-Angriffe auf einen Wettbewerber durchgeführt haben. Dass er dabei nicht schlecht verdiente, fand das FBI bei einer der Verhaftung vorangehenden Razzia heraus, bei der es 35.000 Dollar in Bargeld entdeckte, aber auch einen Silberbarren und „verschiedene Arten Drogenausrüstung.“

Vor zwei Monaten war schon der angebliche Kopf von Silk Road 2.0, Blake Benthall, festgesetzt worden. Er firmierte unter „Defcon“ und ist ebenfalls 26 Jahre alt. Ihm werden Drogenverkauf und Computereinbrüche, Verschwörung zum Verkauf falscher Ausweise und Geldwäsche vorgeworfen. Farrell war laut FBI sein „wichtigster Assistent“. Ob es weitere Verdächtige gibt, wollte die Behörde angesichts der laufenden Ermittlungen nicht sagen.

Staatsanwältin Hayes kommentierte die Verhaftung mit dem Hinweis, Kriminelle könnten ihre Spuren nicht durch raffinierte Computernetze tarnen. Das hätte die entschiedene Zusammenarbeit von Heimatschutz, des Ermittlungsdiensts der US-Post und des FBI bewiesen.

Während gerade der Prozess um das ursprüngliche Silk Road läuft, konnte sich der Nachfolger Silk Road 2.0 kein Jahr halten. Er war im November 2013 gestartet und im September 2014 geschlossen worden. Beide bedienten sich des Diensts Tor zur Anonymisierung und von Bitcoin als Zahlungsmittel. Unter anderem sollen dort Heroin, Methamphetamine und andere Drogen verkauft worden sein. Laut FBI gewann die zweite Auflage 150.000 Nutzer und machte monatlich 8 Millionen Dollar Umsatz.

[mit Material von by Don Reisinger, News.com]

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Themenseiten: Bitcoin, Cybercrime, E-Commerce, Federal Bureau of Investigation (FBI)

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