IBM stellt Mainframe für bis zu 2,5 Milliarden Mobiltransaktionen täglich vor

Dies entspricht nach IBMs Rechnung 100 Cyber-Monday-Schnäppchentagen. Es verspricht für jede Verbindung Echtzeit-Verschlüsselung und Analytics sowohl für Business Intelligence als auch Betrugserkennung. Die Entwicklung dauerte fünf Jahre.

IBM hat einen Mainframe-Rechner vorgestellt, den es als „für das Smartphone-Zeitalter geeignet“ beschreibt: Der z13 kann bis zu 2,5 Milliarden Mobiltransaktionen täglich verarbeiten. Das entspricht 100 Cyber-Monday-Schnäppchentagen, wie der Hersteller vorrechnet.

IBM_800 (Bild: IBM)

Die Entwicklungszeit gibt IBM mit fünf Jahren an, in denen es fast eine Milliarde Dollar ausgegeben haben will. Daraus resultierten 500 Patentanträge, unter anderem im Bereich Mobilverschlüsselung: Zum Schutz der Daten kann jede Transaktion durch Echtzeit-Verschlüsselung abgesichert werden.

Außerdem hat IBM mit Analytics sein aktuelles Schwerpunktthema auch hier eingebracht: Das Rechenzentrumssystem generiert bedarfsgerecht Echtzeit-Übersichten aller Transaktionen oder von Ausschnitten daraus. Dies ermöglicht unter anderem automatische Erkennung von Betrugsversuchen. Die Geschwindigkeit der Echtzeit-Analytics gibt IBM als 17-mal höher an als beim Wettbewerb – zu einem Bruchteil der Kosten.

Unter anderem gibt es erstmals Unterstützung für Hadoop, um unstrukturierte Daten auszuwerten. Mit DB2 BLU für Linux wurde außerdem eine In-Memory-Datenbank für beschleunigte Abfragen integriert. Auch der IBM DB2 Analytics Accelerator wurde beschleunigt.

z13 (Bild: IBM)

IBMs Mainframe-Geschäft sorgt derzeit für rund drei Prozent der Unternehmensumsätze. Der z13 soll dafür sorgen, dass dies auch in der Cloud- und Mobile-Ära so bleibt. IBM weist vor allem darauf hin, dass jede Mobiltransaktion eine Flut an Folgeaktionen auslöst. So werden Vergleiche mit früheren Einkäufen angestellt, Daten ver- und entschlüsselt, Bank-Transaktionen durchgeführt und den Kunden Treuepunkte gutgeschrieben. Dies nennt IBM „Starburst-Effekt“. Es spricht von bis zum 100 nachfolgenden System-Interaktionen.

Zu IBMs Schwerpunktthemen im Jahr 2015 zählt Hybrid-Cloud, und laut Pressemitteilung eignet sich auch der z13 perfekt für eine solche Umgebung. Unter anderem könnten bis zu 8000 virtuelle Server darauf laufen – mehr als 50 Server je Rechenkern. Angaben zu technischen Daten macht der Hersteller nur unspezifisch: Der z13 enthalte „den schnellsten Mikroprozessor, zweimal schneller als die üblichsten Serverprozessoren, 300 Prozent mehr Speicher, 100 Prozent mehr Bandbreite und Vektorverarbeitung“.

Der z13 basiert auf offenen Standards. Er unterstützt Linux und OpenStack. Zugleich mit der Ankündigung legt IBM eine neue Preview von z/OS für Analytics und Datenverarbeitung vor. Dieses kommende Betriebssystem wird die Funktionen des z13 auf In-Memory-Analytics und zusätzliche Analysefunktionen für Mobiltransaktionen erweitern.

Einen spektakulären Mainframe-Großauftrag hatte IBM im August 2014 verbuchen können: Die chinesische Bank ICBC, die größte Handelsbank weltweit mit rund 2 TByte Datenfluss zu jedem beliebigen Zeitpunkt, setzt System Z mit Active-Active-Technik in einem Rechenzentrum in Schanghai ein – obwohl die chinesische Regierung im Mai 2014 Banken vor IBM gewarnt hatte.

[mit Material von Ben Sullivan, TechWeekEurope.co.uk]

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Themenseiten: Analyse, Big Data, IBM, Mobil, Rechenzentrum

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