Weltweiter PC-Markt entwickelt sich besser als erwartet

Weltweit verkaufte die Branche 2014 über 300 Millionen Einheiten. Allein im vierten Quartal waren es über 80 Millionen. Gartner zufolge entspricht dies einem Zuwachs von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Lenovo verteidigt seine Position als weltweit größter Hersteller vor HP und Dell.

Zahlen von Gartner und IDC für das vierte Quartal lassen auf eine langsame Erholung des weltweiten PC-Markts schließen. Den Marktforschern von Gartner zufolge wurden im Schlussquartal 2014 insgesamt 83,7 Millionen PCs verkauft, was einem Anstieg um ein Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. IDCs Schätzungen belaufen sich auf 80,8 Millionen ausgelieferte Einheiten, woraus sich ein Rückgang um 2,4 Prozent ergibt. In vorherigen Prognosen war IDC noch von einem Minus von 4,8 Prozent ausgegangen.

Für das Gesamtjahr emittelte IDC 308,6 Millionen ausgelieferte PCs weltweit. Bei Gartner liegt der Wert mit 315,9 Millionen etwas höher. Es bezieht in seine Zahlen alle Desktop- und Mobilrechner ein, inklusive Tablets mit x86-Prozessor und Windows 8.x, aber keine Chromebooks und Tablets mit anderen Betriebssystemen. IDC wiederum berücksichtigt auch Chromebooks, jedoch keine Tablets.

(Tabelle: Gartner)

Beide Marktforschungsunternehmen sehen Lenovo als größten Player im PC-Markt, dessen Vorsprung vor HP trotz Zuwächsen in den USA und der EMEA-Region jedoch schrumpfte. Laut Gartner behaupteten die Chinesen mit einem Marktanteil von 19,4 Prozent im vierten Quartal die weltweite Spitzenposition vor ihren Dauerrivalen HP (18,8 Prozent) und Dell (12,7 Prozent). Im Gesamtjahr konnte Lenovo den Abstand zu HP gegenüber dem Vorjahr noch vergrößern. Es führt die von Gartner erstellte Hersteller-Rangliste mit 18,8 Prozent Marktanteil vor HP mit 17,5 Prozent, Dell mit 12,8 Prozent, Acer mit 7,9 Prozent und Asus mit 7,2 Prozent an.

In EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) wurden Gartner zufolge im vierten Quartal 2014 insgesamt 26,5 Millionen Geräte verkauft, ein Anstieg von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es war demnach das vierte Quartal mit Wachstum hintereinander, nach Rückgängen in den Jahren 2012 und 2013. Unter den Herstellern liegt HP in EMEA mit einem Marktanteil von 22,2 Prozent vor Lenovo mit 19,2 Prozent und Acer mit 10,9 Prozent.

(Tabelle: Gartner)

In den USA stiegen die PC-Verkäufe im Jahresvergleich um 13,1 Prozent auf 18,1 Millionen Einheiten im vierten Quartal. Das ist Gartner zufolge die höchste Wachstumsrate seit vier Jahren. Am meisten konnte davon HP profitieren, das seine Verkäufe um 26,2 Prozent steigerte und mit einem US-Marktanteil von 29,2 Prozent den Spitzenplatz in der dortigen Hersteller-Rangliste einnimmt. Dahinter folgen Dell mit 22,6 Prozent Marktanteil und Apple mit 11,7 Prozent. Lenovo findet sich hier mit 10,2 Prozent nur auf Rang vier.

Die größten Wachstumsimpulse gingen nach wie vor von Mobilrechnern aus, wie Gartner und IDC einstimmig erklärten. Sie konnten zuletzt im zweistelligen Prozentbereich zulegen, während Desktop-PCs mehr als 10 Prozent verloren.

„Wachstum bei Chrome, Bing, All-in-Ones, Ultraslim, Convertibles und Touchsystemen machen gleichermaßen PCs verlockender und wettbewerbsfähiger“, kommentierte Loren Loverde, Vice President von IDCs Worldwide PC Tracker Group. „Allerdings fallen einige Zuwächse relativ gering aus, und sich abschwächende Wachstumstreiber wie Bing-Promotions und Umstiege aufgrund des Support-Endes für Windows XP lassen an der Stärke des Marktes zum Start ins Jahr 2015 zweifeln.“

[mit Material von Rachel King, ZDNet.com]

Themenseiten: Desktop, Gartner, IDC, Marktforschung, Notebook

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