Box will mit Börsengang 187 Millionen Dollar erlösen

Es strebt einen Ausgabepreis von 13 Dollar pro Aktie an. Das entspricht einem Unternehmenswert von 1,5 Milliarden Dollar. Seinen Umsatz hat Box zuletzt verdoppelt. Einnahmen von 153,8 Millionen Dollar steht allerdings ein Verlust von 129 Millionen Dollar gegenüber.

Der Cloudspeicherdienst Box hat am Freitag bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission neue Unterlagen für seinen geplanten Börsengang eingereicht. Das Unternehmen will demnach 14,4 Millionen Aktien in Umlauf bringen. Es strebt derzeit einen Ausgabepreis von 13 Dollar an, was einem Erlös von bis zu 186,9 Millionen Dollar entspricht.

Box Logo (Bild: Box)

Seinen Börsengang hatte Box erstmals im März 2014 angekündigt, seine Pläne dann aber verschoben, um auf bessere Marktbedingungen zu warten. Später war vermutet worden, Box könne ab Herbst 2014 seine Papiere unter dem Tickersymbol „BOX“ an der New York Stock Exchange (NYSE) anbieten, was aber nicht eintrat.

In der Zwischenzeit finanzierte sich das Unternehmen über neue private Investoren. Im Sommer 2014 erhielt es 150 Millionen Dollar von TPG Growth und Coatue Management. Die Finanzierungsrunde entsprach einer Bewertung von 2 Milliarden Dollar. Den am Freitag eingereichten Börsenunterlagen zufolge hätte Box einen Wert von 1,5 Milliarden Dollar.

Bei Verbrauchern und Unternehmen entstehen immer größere Datenmengen, vor allem durch Fotos und Videos, was Storage zu einem wichtigen Wachstumsmarkt macht. Zugleich werden immer mehr Dokumente und Dateien nicht mehr lokal auf PCs oder Tablets gespeichert, sondern auf Servern, die Unternehmen wie Box, Dropbox, Amazon, Microsoft und Google zur Verfügung stellen.

Box setzt aber nicht nur auf Cloudspeicher, sondern auch auf andere Dienste wie Box Notes, ein webbasiertes Werkzeug für Notizen. Die App Box View wiederum ist in der Lage, auf Box abgelegte Dokumente in der Cloud anzuzeigen.

Die Unterlagen enthalten aber auch Details über Box‘ Geschäfte. Das Unternehmen hat rund 32 Millionen registrierte Nutzer und mehr als 44.000 zahlende Geschäftskunden. Zwischen August und Oktober registrierte Box zudem mehr als 4 Milliarden „Interaktionen“ mit auf seinen Servern gespeicherten Dateien.

In den ersten drei Quartalen seines laufenden Geschäftsjahrs, das am 31. Januar 2015 endet, verdoppelte Box seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 153,8 Millionen Dollar. Der Verlust stieg hingegen nur um 3 Prozent auf 129 Millionen Dollar.

Einen genauen Termin für seien Börsengang nannte Box noch nicht. Auch zum voraussichtlichen Ausgabepreis machte es keinen näheren Angaben. Die Aktien sollen aber wohl noch in diesem Jahr an der New Yorker Börse gehandelt werden. „Wir freuen uns sehr auf das kommende Jahr und die nächste Phase in Box‘ Wachstum“, sagte eine Unternehmenssprecherin.

[mit Material von Don Reisinger, News.com]

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Themenseiten: Box, Börse, Cloud-Computing, Storage

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