Google gibt Beta seines Diagnosetools Cloud Trace für Entwickler frei

Mit ihm lassen sich mögliche Flaschenhälse und Performance-Probleme einer App aufspüren. Das Werkzeug hilft Entwicklern mit detaillierten Berichten dabei, die Ursachen für langsame Anfragen zu ermitteln. So können sie die Leistung ihrer Anwendungen optimieren.

Googles Entwickler-Diagnosedienst Cloud Trace hat die Betaphase erreicht. Der im Juni auf der Google I/O vorgestellte Service soll App-Entwicklern dabei helfen, mögliche Flaschenhälse und Performance-Probleme in ihren Anwendungen zu identifizieren, indem er Ursachen für langsame Anfragen aufdeckt.

Die Hauptursache für eine schlechte App-Performance zu isolieren, bereite Entwicklern oft große Schwierigkeiten, schreibt Google-Produktmanager Pratul Dublish in einem Blogeintrag. Sie sei auch ein großes Hindernis für den Erfolg einer Anwendung. Wie Dublish ausführt, verlassen 25 Prozent der Nutzer eine Website, wenn deren Ladezeit mehr als vier Sekunden beträgt, und 86 Prozent löschen eine App, wenn deren Performance unzureichend ist.

Cloud Trace (Bild: Google)Cloud Trace hilft App-Entwicklern dabei, die Performance ihrer Anwendungen zu optimieren (Bild: Google).

Um solche Probleme zu vermeiden, liefert Cloud Trace detaillierte Berichte darüber, wo unnötig Zeit innerhalb einer App verloren geht, während Anfragen verarbeitet werden. Das Diagnosewerkzeug kann zudem eine Reihe Anfragen analysieren und ihre Latenzverteilung anzeigen, um extrem langsame Anfragen aufzuspüren.

Eine Spurenanalysefunktion erlaubt es, zu überprüfen, ob die Performance einer neuen App-Version besser ist als die der vorhergehenden. Es lassen sich auch prozentuale Latenzwerte und jene Remote-Prozeduraufrufe ermitteln, die bedeutende Latenz-Flaschenhälse darstellen.

Mit anderen Worten erleichtert Cloud Trace Entwicklern, sicherzustellen, dass ihre App bestmöglich funktioniert. Ist dies nicht der Fall, steht ihnen eine Vielzahl von Werkzeugen zur Fehlerbehebung zur Verfügung, um die Leistung zu optimieren.

Die Beta von Cloud Trace ist ab sofort verfügbar. Allerdings haben darauf nur Kunden von Google Cloud Platform Zugriff. Entwickler können den Service durch Aufruf ihrer Projekt-Homepage in der Google Developers Console über den Punkt Monitoring > Traces aktivieren, indem sie im Tab „Einstellungen“ die Option „Traces“ einschalten. Anschließend beginnt Cloud Trace damit, von einer Anwendung erhaltene Anfragen nachzuverfolgen. Einzige Voraussetzung, um den Service nutzen zu können, ist eine Anwendung, die unter App Engine oder einer Managed VM läuft.

[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

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Themenseiten: Anwendungsentwicklung, Google, Google I/O, Software

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1 Kommentar zu Google gibt Beta seines Diagnosetools Cloud Trace für Entwickler frei

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  • Am 14. Januar 2015 um 14:43 von Michael Dopp

    für mich zu wenig interna…was macht das tool? wie funktioniert es? macht es sinn es für meine anwendung einzusetzten?

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