Lenovo-CEO will 2015 zu Apple und Samsung aufschließen

Yang Yuanqing sieht die Chance durch Veränderungen im Smartphone-Markt gegeben. Zusammen mit Motorola liegt sein Unternehmen mit 7,4 Prozent schon vor Xiaomi auf Rang drei weltweit. "Der nächste Schritt führt chinesische Smartphone-Hersteller ins Ausland. Die Frage ist, ob sie bestehen können."

Lenovo-CEO Yang Yuanqing hat auf der Messe CES in Las Vegas große Ziele für 2015 ausgegeben. Gegenüber Sina News sagte er, Veränderungen im Smartphone-Markt brächten die Chance mit sich, die Dominanz von Apple und Samsung zu brechen – speziell für Lenovo nach der Übernahme von Motorola.

Lenovo-Logo (Bild: Lenovo)

Das Wachstum habe sich verlangsamt, erklärte Yuanqing, da auch die Nachfrage in China etwas zurückzugehen begonnen habe. Chinesische Hersteller müssten sich daher zunehmend im Ausland umsehen, um sich weiterzuentwickeln. „Der nächste Schritt führt chinesische Smartphone-Hersteller ins Ausland“, erklärte er. „Die Frage ist dann, ob sie im weltweiten Markt bestehen können.“

Dieses Problem habe Lenovo aufgrund der Motorola-Übernahme nicht, erklärte Yuanqing, der auch Lenovos Aufsichtsrat vorsteht. Schließlich halte die bisherige Google-Tochter in den USA einen zweistelligen Marktanteil. Zugleich sei sie in Südamerika und Indien ganz vorn im Anbieterfeld positioniert.

Lenovo hatte im dritten Quartal 2014 seine Smartphone-Stückzahlen um 38 Prozent auf 16,9 Millionen steigern können. IDC-Daten vom Oktober zufolge rangiert es damit weltweit auf dem vierten Rang hinter Samsung, Apple und Xiaomi. Sein weltweiter Marktanteil stieg gegenüber dem Vorjahr von 4,7 auf 5,2 Prozent.

Motorola Logo (Bild: Motorola/Lenovo)

Nach Abschluss des Zukaufs von Motorola, für das es Google 2,9 Milliarden Dollar zahlt, summiert sich Lenovos Marktanteil sogar auf 7,4 Prozent, da Motorolas Marktanteil laut IDC 2,2 Prozent betrug. Yuanqing dazu: „Das macht uns zum konkurrenzfähigsten Dritten im Markt und ermöglicht uns, die beiden führenden Marken herauszufordern.“

Der Bericht von Sina zeigt aber auch, dass in Lenovos chinesische Heimat nicht alle von der Marke überzeugt sind. Unter anderem heißt es in den Leserkommentaren, Lenovo setze Smartphones nur zusammen. Es habe wenig Ideen und Patente, und der Abstand zu Apple und Samsung bleibe beträchtlich.

Lenovos Konkurrent um den dritten Rang im weltweiten Markt, Xiaomi, hat parallel zu einer Veranstaltung am 15. Januar eingeladen, auf der es offenbar ein neues Spitzenmodell vorstellen wird. Veranstaltungsort ist das National Conference Center in Peking. Im Text der Einladung heißt es: „Was ist so dünn wie die Flügel einer Zikade?“

Xiaomi-Einladung (Screenshot:  News.com)

[mit Material von Cyrus Lee, ZDNet.com]

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Florian Kalenda
Autor: Florian Kalenda
Leitender Redakteur ZDNet.de
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