CES: Intel-CEO Brian Krzanich stellt Wearable-Prozessor Curie vor

Er basiert auf Intels Quark-SoC. Der nur knopfgroße Computer soll im zweiten Halbjahr erhältlich sein. Er ändert Krzanich zufolge "die Regeln für Wearables".

Intel-CEO Brian Krzanich hat auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas den Prototyp eines neuen Prozessors für Wearable Computing vorgestellt. Er ist Bestandteil eines knopfgroßen Computers namens Curie. Das serienreife Produkt will Intel im zweiten Halbjahr auf den Markt bringen. „Das ändert die Regeln für Wearables“, sagte Krzanich.

Nach Unternehmensangaben basiert Curie auf Intels System-on-a-Chip (SoC) Quark SE. Curie sei eine „vollständige Low-Power-Lösung für den Wearable-Bereich“. Sie unterstützt Bluetooth Low Energy und besitzt einen 6-Achsen-Kombi-Sensor mit Beschleunigungsmesser und Gyroskop. Zudem ist ein Akkuladeschaltkreis enthalten. Dem 32-Bit-Quark-Microcontroller stehen zudem 384 KByte Flash-Speicher und 80 KByte SRAM zur Seite.

Intels nur knopfgroßer Computer Curie soll ab der zweiten Jahreshälfte in Wearables zum Einsatz kommen (Bild: James Martin/CNET).Intels nur knopfgroßer Computer Curie soll ab der zweiten Jahreshälfte in Wearables zum Einsatz kommen (Bild: James Martin/CNET).

„Das Intel-Curie-Modul ermöglichte intelligente und effiziente Wearable-Lösungen für eine Vielzahl von Formfaktoren – von Ringen, Taschen, Armbändern, Fitness-Trackern bis hin zu Knöpfen“, schreibt Intel in einer Pressemitteilung (PDF). Durch die Kombination von integrierten Komponenten in einem Modul sei Curie in Bezug auf Größte und Flexibilität die erste Plattform dieser Art von Intel für kleine Geräte mit langer Akkulaufzeit.

Darüber hinaus hat Krzanich Tablets von Lenovo und Dell gezeigt, die eine RealSense genannte Technologie nutzen. Sie ermöglicht die Bedienung von Tablets und Laptops per Sprach- und Gestensteuerung. „Sie sind nicht länger durch Kabel an ihren Computer gekettet“, sagte Krzanich. Die Technik, die Intel schon länger bewirbt, steht nun für den Massenmarkt zur Verfügung.

RealSense soll Intel zufolge langfristig auch die Entwicklung holografischer Displays ermöglichen. Darüber hinaus will sich der Chiphersteller auch weiter im Bereich Robotics engagieren. Krzanich verwies auf die Zusammenarbeit mit iRobot und den gemeinsam mit Cisco entwickelten Roboter Ava, die beide Intel-Prozessoren und auch RealSense nutzen. RealSense soll künftig auch in Drohnen und Sicherheitssystemen zum Einsatz kommen.

Dion Weisler, Executive Vice President von Hewlett-Packard, kündigte zudem während Krzanichs Rede an, dass HPs künftige 3D-Drucker Multi Jet Fusion von Intels Core-Prozessoren angetrieben werden. Sie kommen allerdings erst 2016 in den Handel.

[mit Material von Larry Dignan, ZDNet.com]

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Stefan Beiersmann
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