Apple erhöht Rubelpreis des iPhone 6 um 35 Prozent

Dank Chinas am Wochenende zugesicherter Unterstützung stabilisiert sich die russische Währung. Apple macht seine Hardware prompt wieder im Land verfügbar. Rund 30 Prozent Kursverlust in den letzten drei Monaten stehen nun insgesamt 69 Prozent Preiserhöhung gegenüber.

Apple hat das iPhone 6 wieder in seinem Onlineshop für Russland verfügbar gemacht, wie Bloomberg berichtet. Es kostet nun aber rund 35 Prozent mehr als vor einer Woche. Das Unternehmen reagiert damit auf den Wertverfall des russischen Rubels.

iPhone 6 Plus und iPhone 6 (Bild: Apple)Für ein iPhone 6 mit 16 GByte zahlen russische Verbraucher nun 53.990 Rubel (807 Euro), während die 128-GByte-Version 69.990 Rubel (1046 Euro) kostet. Für das teuerste Modell, das iPhone 6 Plus mit 128 GByte, verlangt Apple 77.990 Rubel (1165 Euro).

Anfang Dezember hatte Apple den Rubelpreis seiner Produkte bereits um 25 Prozent angehoben, sodass der Aufschlag des letzten Monats insgesamt 69 Prozent beträgt. Am 16. Dezember beschloss Apple zwischenzeitlich, „aufgrund extremer Fluktuation des Rubels“ den Verkauf erst einmal komplett auszusetzen. Dafür entschuldigte es sich bei seinen Kunden. Die russische Währung hatte da gerade innerhalb von 24 Stunden 20 Prozent ihres Werts eingebüßt.

Rubelkurs in Relation zum Dollar über die letzten drei Monate (Grafik: Yahoo)Im Lauf der letzten drei Monate hat der Rubel gegenüber Apples Heimatwährung, dem US-Dollar, 30 Prozent verloren. Die Talfahrt war vor zwei Tagen zu Ende gegangen, als China dem russischen Nachbarn seine Unterstützung zusagte. Seither gewinnt die russische Währung fast ebenso schnell an Wert, wie sie ihn in den Wochen zuvor verloren hatte.

Eigene Ladengeschäfte unterhält Apple in Russland nicht. Für das Unternehmen sind Entwicklungsmärkte wie Brasilien, Russland, China und Indien (BRIC) ebenso eine Wachstumschance wie für Konkurrenten, auch wenn es dort aufgrund seiner Preisstrategie nicht zum Marktführer aufsteigen kann. Es weist in Quartalszahlen keine separaten Ergebnisse für Russland aus. Das Geschäft in Europa legte im vierten Fiskalquartal aber um 19 Prozent auf 9,54 Milliarden Dollar zu.

Auch bezieht sich das Apple-Management in Aussagen bisweilen auf Erfolge in den BRIC-Staaten. So sagte CEO Tim Cook kürzlich, dort habe das iPad im Finanzjahr 2014 um 20 Prozent zugelegt, was nachlassendes Interesse an Tablets in anderen Ländern kompensierte.

[mit Material von Lance Whitney, News.com]

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Themenseiten: Apple, Politik, Russland, iPhone

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Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Apple erhöht Rubelpreis des iPhone 6 um 35 Prozent

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  • Am 5. Januar 2015 um 13:52 von Mac-Harry

    Erstaunlich, denn besser wäre die Abgabe von iPhone ausschließlich in EURO oder US DOLLAR, was zum einen für stabile Preise und zum anderen für mehr Sicherheit bei den Kunden führen würde.

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