Motorola Mobility will wieder Smartphones in China verkaufen

Vor rund einem Jahr hatte es sich von dem Markt zurückgezogen. Nun setzt es darauf, sich dort dank der Ressourcen des neuen Eigentümers Lenovo durchsetzen zu können. Außerdem verstärkt es sein Engagement in anderen aufstrebenden Märkten wie Brasilien und Indien.

Motorola Mobility möchte nächstes Jahr auf den Smartphone-Markt in China zurückkehren. Dort hatte es sich vor rund einem Jahr zurückgezogen, wie China Daily berichtet. Allerdings beließ es sein Entwicklungs- und Fertigungsteam in der Volksrepublik.

Motorola Logo (Bild: Motorola/Lenovo)

Dank der zusätzlichen Ressourcen seines neuen Eigentümers Lenovo verspricht sich Motorola Mobility nun eine Steigerung seiner Marktanteile. Außer auf China zielt es dabei auch auf andere aufstrebende Mobilfunkmärkte wie Brasilien und Indien ab, in denen Lenovo bereits Geräte unter eigener Marke anbietet.

Rick Osterloh, COO und President von Motorola Mobility, erklärte, Lenovos Vertriebskanäle und Lieferketten würden seinem Unternehmen dabei helfen, seinen Marktanteil in China zu vergrößern. „China ist der weltweit wichtigste Smartphonemarkt, daher dürfen wir ihn nicht umgehen.“

Allerdings nannte Osterloh keinen konkreten Zeitplan für den Wiedereintritt in den chinesischen Markt. Er sagte lediglich, ein erstes Gerät werde dort „sehr bald“ verfügbar sein, um mit lokalen Anbietern wie Xiaomi und Huawei zu konkurrieren.

Bedenken, dass es auch einen direkten Wettbewerb mit Lenovo geben könnte, hat Osterloh nicht. Ihm zufolge ist der Markt groß genug für beide Unternehmen. In Brasilien ist Motorola Mobility mit aktuell 20 Prozent Marktanteil der zweitgrößte Smartphoneanbieter, in Indien der viertgrößte.

In China wird sich Motorola Mobility aber einem noch härteren Wettbewerb ausgesetzt sehen. Denn dort haben schon jetzt zahlreiche Anbieter angesichts sinkender Gerätepreise Probleme, ihre Marktanteile auszubauen und weiteres Wachstum zu erzielen. So wird der chinesische Smartphonemarkt laut Canalys seit August vom lokalen Hersteller Xiaomi angeführt, der seine Mobilgeräte fast zum Selbstkostenpreis verkauft. Die Marktforscher von Gartner warnten schon Anfang des Jahres davor, dass der chinesische Markt bald seinen Sättigungspunkt erreichen werde, was Herstellern kontinuierliches Wachstum erschwere.

Lenovo hatte die Übernahme von Motorola Mobility im Januar angekündigt und Ende Oktober abgeschlossen. Insgesamt zahlte es für die Mobilgerätesparte 2,91 Milliarden Dollar an Google. Dafür erhielt es neben der Marke auch das aktuelle Produktportfolio und mehr als 2000 Patente, wobei Google die Kontrolle über die Mehrheit der Schutzrechte behält, die es 2011 zusammen mit Motorola erworben hat.

[mit Material von Eileen Yu, ZDNet.com]

Themenseiten: China, Lenovo, Motorola Mobility

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