Cloud-Kommunikationsdienst Twilio kommt nach Deutschland

In Partnerschaft mit Telefónica bietet er jetzt deutsche Rufnummern an. Dazu wurde eine Addresses API geschaffen, die die für eine Registrierung hierzulande nötige Postadresse übergibt. Abrechnung in Euro folgt. Twilio rühmt die "dynamische Entwickler-Community und ein Geschäftsklima, das von ständigen Innovationen angetrieben wird."

Twilio kündigt unter der Überschrift „Ahoy Deutschland“ in seinem Blog an, dass es nun auch deutsche Telefonnummern, Unterstützung der deutschen Sprache beim Messaging und eine Text-to-Speech-Funktion anbieten kann. Damit sieht es sich für eine Expansion hierzulande gerüstet. Partner vor Ort ist der spanische Konzern Telefónica.

Logo von Twilio (Bild: Twilio)

Die Palette umfasst Rufnummern für Sprachtelefonie, Mobilfunknummern und SMS-Versand ebenso wie -Empfang. Bei SMS lässt sich auch der Auslieferungsstatus überprüfen. Die Vorlesefunktion (Text-to-Speech) ist für automatisierte Systeme gedacht. Automatische Begrüßungen und Unterstützung für Sprachbefehle kann Twilio jetzt in insgesamt 25 Sprachen anbieten. Durch Unicode-Unterstützung lassen sich Umlaute (und auch die 116.000 Zeichen, die eine Vielzahl weiterer Sprachen insgesamt erfordert) wiedergeben.

Twilio verspricht Einhaltung der Safe-Harbor-Vereinbarungen zum Datenschutz zwischen der EU und den USA. Es sei jederzeit möglich, über die Twilio-API oder das Online-Portal für Kunden Anruf- und Nachrichtendaten zu löschen.

Im Zuge der Expansion hat Twilio zudem eine neue Addresses API eingeführt, also eine Programmierschnittstelle für Adressen, die ihm auch in anderen europäischen Märkten helfen soll. Sie dient der Adressangabe in Ländern, in denen für die Registrierung von Telefonnummern eine postalische Anschrift erforderlich ist – wie eben in Deutschland. Dies beschleunige die Einrichtung einer Telefonnummer vor Ort immens, schreibt der Clouddienstleister.

Euro-Preise sollen in den nächsten Monaten folgen. In seinem Blogbeitrag schreibt Twilios Community Content Manager Kyle Kelly-Yahner, in Deutschland gebe es „eine dynamische Entwickler-Community und ein Geschäftsklima, das von ständigen Innovationen angetrieben wird“.

Twilio wird nach eigenen Angaben von 400.000 Entwicklern genutzt. Beispielsweise setzen Uber und Airbnb auf seinen APIs auf. Eine Wachstumsquote von 240 Prozent verzeichnet es dieses Jahr aber bei Kunden außerhalb der USA. Mit seinen neuen Optionen will es deren Anforderungen besser entsprechen.

Auch mit Google arbeitet Twilio zusammen. Gemeinsam ermöglichen sie Mitarbeitern in Unternehmen Kommunikation per Telefonie und SMS von Chromebooks aus übers Internet. Das Angebot Twilio CX für 75 Dollar monatliche Abogebühr schließt ein gestelltes Chromebook (alternativ eine Chromebox) ebenso wie ein Headset von Plantronics ein. 7500 Gesprächsminuten pro Monat sind ebenfalls inklusive.

[mit Material von Larry Dignan, ZDNet.com]

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Themenseiten: Telekommunikation, Twilio

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