Final von Fedora 21 steht zum Download bereit

Erstmals sind drei verschiedene Editionen verfügbar, die sich an die jeweiligen Benutzeranforderungen in den Bereichen Cloud, Server und Workstation orientieren. Ihnen liegt aber dasselbe Basispaket zugrunde. Dieses umfasst den Linux-Kernel, die Paketverwaltungen RPM und yum, das Init-System systemd und das Installationsprogramm Anaconda.

Das von Red Hat gesponserte Fedora-Projekt hat gestern die Final seiner Linux-Distribution Fedora 21 freigegeben. Sie ist damit drei Wochen nach dem ursprünglich im offiziellen Zeitplan anvisierten Termin erschienen. Es handelt sich um das erste Release im Rahmen der Fedora.next-Initiative: Es liegt in den Varianten Cloud, Server und Workstation vor, die sich an den Benutzeranforderungen in den jeweiligen Bereichen orientieren. Von dieser Dreiteilung verspricht sich Red Hat, die Anwenderschaft der Linux-Distribution ausweiten zu können. Zugleich soll das freie Betriebssystem noch modularer und flexibler werden.

Auch wenn die drei Varianten verschiedene Anwendungsbereiche adressieren, liegt allen das gleiche Basispaket-Set zugrunde. Es umfasst unter anderem den Linux-Kernel (Version 3.16.3), die Paketverwaltungssysteme RPM und yum, das Init-System systemd und das Installationsprogramm Anaconda.

Fedora 21 für Workstations (Bild: Fedora)Fedora 21 für Workstations (Bild: Fedora)

Fedora 21 Cloud bietet Images für Private-Cloud-Umgebungen wie OpenStack sowie Amazon Machine Images (AMIs) für den Einsatz mit Amazon Web Services. Es zeichnet sich darüber hinaus durch modulares Kernel Packaging für die Cloud sowie Fedora Atomic Host aus. Laut Red Hat werden damit keine Treiber in die Cloud geladen, die dort nicht gebraucht werden. Daher gibt es auch zwei Kernel-Pakete für die Cloud, einen abgespeckten für virtuelle Umgebungen und einen weiteren für allgemeine Installationen. Das Cloud-Image von Fedora 21 ist deshalb rund ein Viertel kleiner als das des Vorgängers.

Mit Atomic Host implementieren die Entwickler das Projekt Atomic und vereinfachen so den Einsatz von Docker-Containern. Rollback, Update-Management und das Hosten von Docker-Containern werden dadurch deutlich bequemer.

Fedora Server bringt neue Verwaltungsfunktionen wie Rolekit, Cockpit und OpenLMI sowie eine Domain Controller Server Role. Die Server-Ausgabe eignet sich für Application-Stacks für Workloads wie Web-, Daten- oder Datenbank-Server. Mit Rolekit können Anwender gleich bei der Installation festlegen, für welche Workloads das System gebraucht wird. Cockpit erlaubt anschließend die Konfiguration, Verwaltung und Überwachung der Server über eine Weboberfläche. Mit OpenLMI, das auf DMTF-CIM basiert, lassen sich Management-Funktionen als Scripts verpacken. Ferner bringt die neue Server-Ausgabe mit freeIPA auch eine integrierte Identitäts- und Authentifizierungslösung mit.

Die Workstation-Version von Fedora 21 bietet eine vereinfachte Installation und kommt mit der Desktop-Oberfläche GNOME 3.14, Wayland Technology Preview sowie DevAssistant. Sie ist für den Einsatz auf PCs, Laptops oder eben Workstations vorgesehen. Zu den zahlreichen enthaltenen Features zählen Picasaweb und die Digital Living Network Alliance Media Devices. Wayland ist ein möglicher Nachfolger von X.org als Display-Server. Der DevAssistant soll Entwicklern eine ablenkungsfreie Umgebung bieten.

Eine Übersicht über alle Neuerungen findet sich in den Release Notes. Die verschiedenen Versionen von Fedora 21 können als Live-Images für 32- und 64-Bit-Systeme via Bittorent heruntergeladen werden. Alternativ stehen sie auch auf den Spiegel-Servern des Projekts zum Download bereit.

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Themenseiten: Betriebssystem, Linux, Open Source, Red Hat, Server

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