Amazon senkt mal wieder Cloud-Preise

Diesmal sind es die Tarife für ausgehenden Traffic. Sie sinken vor allem in Asien, dort aber von hohem Niveau. In Frankfurt kosten die ersten 10 TByte jetzt jeweils 25 Prozent weniger, nämlich 9 US-Cent pro GByte. Die nächsten 40 TByte Daten werden in Europa und USA 6 Prozent billiger.

Amazon Web Services (AWS) hat im Cloud-Preiskampf mit Google einen neuen Schauplatz eröffnet. Nach Senkungen von Preisen für Rechenressourcen und Storage auf beiden Seiten sind es jetzt die Tarife für ausgehenden Traffic, die in Europa, den USA und Asien-Pazifik um 6 bis 43 Prozent reduziert wurden.

Logo Amazon Web Services (Bild: Amazon)

Prozentual werden die AWS-Rechenzentren in Singapur, Sydney und Tokio am deutlichsten günstiger, was daran liegt, dass Bandbreitenkosten dort traditionell über denen in den USA und Europa liegen. Der Abstand ist nun etwas kleiner. Für Sao Paulo gab es als einziges AWS-Rechenzentrum keine Reduktion.

Beispielsweise sind die ersten 10 TByte ausgehende Daten in allen US-Zonen und Europa nun 25 Prozent billiger. Singapur verzeichnet minus 37 Prozent, Tokio 30 Prozent und Sydney 26 Prozent. In absoluten Zahlen kostet das Gigabyte jetzt in Frankfurt wie auch in North Virginia 9 US-Cent, in Singapur 12 Cent und in Sydney wie auch Tokio 14 Cent. Damit liegen sie minimal über den Bandbreitenpreisen von Microsoft Azure.

Die nächsten 40 TByte Daten werden in Europa und USA 6 Prozent billiger, während Singapur hier minus 43 Prozent verbucht. In Tokio sinkt dieser Preis um 15, in Sydney um 21 Prozent.

Preise für ausgehenden Datentraffic (Tabelle: Amazon)

Zugleich gibt es auch niedrigere Preise für die ersten 10 TByte Datentransfers eines Monats von CloudFront – Amazons Content Distribution Network. Sie werden in den USA und Europa 29 Prozent billiger, aber um 26 Prozent in Australien, Hongkong, Japan, den Philippinen, Singapur, Südkorea und Taiwan. In Asien werden zudem auch die nächsten 40 TByte um 4 Prozent günstiger.

Die jetzigen Datentransfer-Preissenkungen sind nicht so drastisch wie die letzten im Februar. Diese Woche hatte Amazon schon ein neues Modell für Reserved Instances vorgestellt, die sich jetzt nach Wahl ganz, teilweise oder gar nicht vorausbezahlen lassen. Von dieser Entscheidung hängt dann auch die Höhe der Rabattierung gegenüber On-Demand-Instanzen ab. Die Umstellung dürfte größtenteils Googles Konzept geschuldet sein, das keine Vorauszahlungen von seinen Kunden vorsieht.

Im November hatte Amazon Web Services zudem einen Container-Dienst gestartet. Er unterstützt nicht nur die quelloffene Lösung Docker, sondern lässt sich vor allem beliebig skalieren. So können Container zeitzonenübergreifend und auch nach einem festen Zeitplan eingesetzt werden. Auch Google, Microsoft und VMware setzen auf Docker-Container.

[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

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Themenseiten: Amazon, Google, Microsoft, Software

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