Google Inbox wird bald „Undo send“-Funktion erhalten

Nutzer sollen versehentlich versandte E-Mails in Kürze zurückziehen können. Die Entwickler arbeiten auch am Multi-Browser-Support. Zudem wird es eventuell einen einheitlichen Posteingang für mehrere Konten geben sowie Integration von Google Drive und Google Kalender.

Das für Google Inbox zuständige Entwicklungsteam hat sich im Rahmen einer zweistündigen Fragerunde auf Reddit zu den kommenden Neuerungen der Gmail-Alternative geäußert. Auf die Frage, ob man eine Funktion zum Zurückziehen versehentlich versandter E-Mails plane, erklärte es: „Ja, wir arbeiten gerade daran.“

Google Inbox (Bild: Google)

Diese Funktion und Unterstützung für mehrere Browser sind den Entwicklern zufolge zwei Features, die man eigentlich schon in die am 22. Oktober veröffentlichte Version von Google Inbox integrieren wollte. „Wir haben schon an beiden gearbeitet, aber sind bis zum Start einfach nicht fertig geworden.“ Bisher kann der E-Mail-Client nur unter Android, iOS und in Googles eigenem Browser Chrome genutzt werden. Zudem ist die App aktuell nur mit Einladung erhältlich, die Interessenten unter inbox@google.com anfordern können.

Noch ist unklar, ob die für Google Inbox geplante „Versand rückgängig machen“-Funktion genauso funktioniert wie unter Gmail. Dieses erlaubt Nutzern, das Zeitfenster, in dem sich eine verschickte E-Mail noch zurückziehen lässt, in den Einstellungen selbst zu bestimmen.

Hinsichtlich des Multi-Browser-Supports erklärten die Inbox-Entwickler: „Wir arbeiten so schnell wir können, um schnellstmöglich andere Browser zu unterstützen. Wir führen bereits interne Tests durch, aber wir wollen sicherstellen, dass alles perfekt funktioniert, bevor wir es allen unseren Nutzern zur Verfügung stellen.“

Neben den genannten Funktionen sollen demnächst auch Tablet-Support und Integration von Google Drive in Inbox Einzug halten. Zusätzlich suchen die Entwickler nach einer Möglichkeit, einen einheitlichen Posteingang einzubauen, der alle Nachrichten mehrerer E-Mail-Konten gebündelt anzeigt. „Das ist etwas, das sehr oft nachgefragt wurde. Wir prüfen dies gerade. Eins unserer Designprinzipien ist, dass Features auf allen Plattformen in gleicher Weise funktionieren. Sollten wir dies einbauen, müsste es also nahtlos zwischen Web, Smartphones, Tablets und so weiter funktionieren.“

Darüber hinaus gebe es eine „lange Liste“ an Gmail-Funktionen, die eventuell ihren Weg in Inbox finden werden, darunter Signaturen und Integration von Google Kalender. „Wir sind bemüht, gleichermaßen diese Features sowie neue Funktionen zu entwickeln, die das Inbox-Produktkonzept weiter verbessern. In den nächsten Monaten werden eine Menge kleinerer Neuerungen (neben einigen großen) Einzug halten. Es geht hier um Priorisierung.“

Auf die Frage, warum sich Google entschieden habe, eine vollständig neue E-Mail-Plattform zu entwickeln, statt die Inbox-Funktionen einfach in Gmail zu integrieren, entgegnete das Team, dass man „ganz von vorne anfangen“ wollte. „Seit dem Start von Gmail hat sich die Art, wie die Leute E-Mail nutzen, sehr verändert. Für Inbox haben wir eine Reihe Untersuchungen durchgeführt, wie die Leute E-Mail heute verwenden. Dabei haben wir herausgefunden, dass viele E-Mail als eine Art To-Do-Liste einsetzen, dass die Smartphone-Nutzung die Desktop-Nutzung langsam übersteigt und dass viele Anwender negative Gefühle gegenüber E-Mail haben, weil sie es mit Arbeit verbinden. Wir haben Inbox als separates Produkt entwickelt, weil wir der Meinung waren, dass wir diese Probleme nicht lösen können, indem wir Gmail einfach um zusätzliche Funktionen erweitern.“

[mit Material von Leon Spencer, ZDNet.com]

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Themenseiten: E-Mail, Google

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