Hortonworks geht an die Nasdaq

Der Hadoop-Distributor peilt aktuell einen Ausgabepreis von 12 bis 14 Dollar an. Er will alle 6 Millionen Stammaktien verkaufen, was ihm zwischen 72 und 84 Millionen Dollar einbringen könnte. Die Wertpapiere sollen unter dem Tickersymbol "NDP" gehandelt werden.

Hortonworks hat den anvisierten Ausgabepreis für seinen geplanten Börsengang bekannt gegeben. Der Hadoop-Distributor peilt aktuell 12 bis 14 Dollar je Aktie an, wie aus einem am Montag veröffentlichten Zusatz zu seiner Börsenpflichtmeldung bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hervorgeht. Das Papier soll unter dem Tickersymbol „NDP“ an der Nasdaq gehandelt werden, der traditionell bevorzugten Plattform für IT-Aktien.

Hortonworks Logo (Bild: Hortonworks)

Das Unternehmen will alle 6 Millionen Stammaktien verkaufen. Daraus ergibt sich ein möglicher Erlös zwischen 72 und 84 Millionen Dollar. Sein S-1-Formular, in dem es erstmals über den geplanten Börsengang informierte, hatte Hortonworks am 10. November veröffentlicht.

Ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als einer Milliarde Dollar muss nach dem Jumpstart Our Businesses Act oder kurz JOBS Act seinen Antrag auf Börsengang „nicht öffentlich“ einreichen. Von dieser Regelung machten zuvor auch Twitter und der Speicherdienst Box Gebrauch, der ebenfalls noch auf sein Börsendebüt wartet. Bei seinem IPO wird Hortonworks von den Banken Goldman Sachs, Credit Suisse Securities, RBC Capital Markets, Pacific Crest Securities, Wells Fargo Securities und Blackstone Capital Markets unterstützt.

In der Börsenmeldung gibt der Hadoop-Distributor auch einen Einblick in seine Bilanz. Demnach erzielte er in dem Neunmonatszeitraum bis zum 30. September 2014 einen Umsatz von 33,4 Millionen Dollar, nach 15,9 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Allerdings erhöhte sich zugleich sein Nettoverlust von 48,4 Millionen auf 86,7 Millionen Dollar. Das abgelaufene Geschäftsjahr schloss Hortonworks mit einem Umsatz von 41,5 Millionen Dollar und einem Fehlbetrag von 101,5 Millionen Dollar ab. Zum 30. September hatte es nach eigenen Angaben 233 zahlende Kunden mit Supportverträgen und insgesamt 292 Kunden unterschiedlicher Größe aus einer Vielzahl von Branchen.

Laut CrunchBase sammelte der 2011 gegründete Software-Anbieter in fünf Finanzierungsrunden insgesamt 248 Millionen Dollar Kapital von acht Investoren, darunter Hewlett-Packard, Yahoo und BlackRock. HP hatte erst im Juli im Rahmen einer Ausweitung seiner strategischen Partnerschaft mit dem Hadoop-Distributor 50 Millionen Dollar überwiesen. Gemeinsam wollen die Unternehmen Big-Data-Lösungen für ihre Kunden entwickeln. Weitere Partnerschaften unterhält Hortonworks mit EMCs Pivotal Initiative, BMC Software, Red Hat und Accenture.

Größter Anteilseigner von Hortonworks ist Yahoo mit 19,6 Prozent. Dahinter folgen die Venture-Capital-Firmen Benchmark Capital und Index Ventures mit 18,7 respektive 9,5 Prozent. Teradata hält 8,3 Prozent und HP 5,9 Prozent der Aktien.

[mit Material von Rachel King, ZDNet.com]

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Themenseiten: Börse, Hadoop, Hortonworks

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