Yahoo kauft Foto-App Cooliris

Mit BeamIt stellte Cooliris erst kürzlich eine Foto-Messaging-App für iOS vor. Sie enthält unter anderem eine Rücknahme-Möglichkeit. Seine Hauptanwendung Cooliris selbst trägt Fotos aus allen Quellen inklusive Clouddiensten und Sozialen Netzen zusammen. Sie ist auch für Android verfügbar.

Yahoo hat Cooliris übernommen, den Entwickler einer gleichnamigen Foto-App für Android und iOS. Es teilt mit, bei Yahoo werde man weiter im Fotografie-Bereich arbeiten – also wohl für dessen Foto-Netzwerk Flickr. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Das Foto-Raster der Cooliris-App BeamIt erinnert ohnehin an Flickr (Screenshot: ZDNet)Das Foto-Raster der Cooliris-App BeamIt erinnert ohnehin an Flickr (Screenshot: ZDNet).

Von besonderem Interesse für Yahoo dürfte Cooliris‘ kürzlich veröffentlichte zusätzliche App für iOS sein, BeamIt. Dabei handelt es sich um einen Private-Messaging-Dienst mit Schwerpunkt Fotoversand. Sein eng besetztes Foto-Raster, neben dem eine vergleichsweise kleine Messaging-Box erscheint, erinnert in der Optik ohnehin an Flickr. Der Anbieter stellt außerdem seine „Unsend“-Funktion heraus, mit der sich Nachrichten nachträglich löschen lassen.

Die Ankündigung von Cooliris zählt alle im Lauf der Zeit veröffentlichten Apps auf: CoolPreviews, PicLens, 3D Wall, Android Gallery, LiveShare, Cooliris for Mobile und zuletzt BeamIt. Die aktuelle Cooliris-App, die sich als „zentraler Sammelpunkt für alle Ihre Fotos“ präsentiert, wurde aus Google Play zwischen 10.000- und 50.000-mal heruntergeladen. Sie kann etwa auf die Android-Galerie, Instagram, Facebook, Flickr, Picasa, Google+, Google Drive, Twitter und Tumblr zugreifen, Nutzer vermissen aber noch Dropbox-Support.

Deutlich beliebter ist Cooliris auf der von ihm primär unterstützten Mobilplattform, nämlich iOS. Dort liegen allein 4350 Bewertungen der Anwendung vor.

In der Ankündigung auf der Startseite von Cooliris heißt es: „Yahoo hat eine klare Vision und setzt entschieden auf ein intuitives, müheloses Foto-Erlebnis auf Mobilgeräten. „Das macht Yahoo zum perfekten Partner für Cooliris, und wir freuen uns darauf, einem weltweiten Publikum unersetzliche Produkte zu liefern.“

Logos von Cooliris und Yahoo (Bild: Cooliris)

Die Apps von Cooliris sind im App Store und bei Google Play weiter gratis verfügbar. Es liegt noch keine Information vor, ob das auch so bleiben wird oder ob Yahoo sie einstellen wird.

Die ehemalige Google-Managerin Marissa Mayer, die seit 2012 den Chefposten bei Yahoo bekleidet, hat das Traditionsunternehmen durch Dutzende Übernahmen konsequent auf den Mobilbereich ausgerichtet. Schon kurz nach ihrem Amtsantritt schuf sie im Oktober 2012 eine eigene Mobilsparte, die unter der Leitung von Adam Cahan steht. Zudem wurden fast alle mobilen Angebote überarbeitet, darunter Yahoo Mail, Wetter und Yahoo Finanzen. Als neues Produkt hat man etwa Yahoo News Digest eingeführt.

[mit Material von Matthew Miller, ZDNet.com]

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Themenseiten: Android, Messenger, Smartphone, Software, Yahoo, iOS, Übernahmen

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