USA: Microsoft schnürt Cloud-Bundle von Office bis Xbox

Enthalten sind Office 365 Home, Skype Unlimited World und WiFi, Xbox Live Gold und Xbox Music Pass - also Zugriff auf Spiele und Musik ebenso wie Office-Programme und Telefonie. Für ein Jahr zahlen Amerikaner 199 Dollar. Wer einzelne Dienste schon abonniert hat, bekommt einfach 12 Monate Verlängerung.

Microsoft hat seine Abo-Dienste für Heimanwender zu einem Paket vereinigt: In den USA bietet der Konzern seit 10. November und noch bis 4. Januar 2015 ein Jahr lang „Work & Play“ für 199 Dollar an.

Microsoft Work & Play (Screenshot: ZDNet)

Enthalten sind Office 365 Home, Skype Unlimited World und WiFi, Xbox Live Gold und Xbox Music Pass – also Zugriff auf Spiele und Musik ebenso wie die Office-Programme und Telefonie. Die Formulierung „solange der Vorrat reicht“ lässt vermuten, dass nur ein bestimmtes Kontingent eingeplant ist. Das Paket lässt sich auch in Microsofts US-Ladengeschäften buchen.

Anwender, die bereits einen der enthaltenen Dienste beziehen, bekommen mit Abschluss des übergreifenden Work-&-Play-Abos eine automatische Verlängerung um ein Jahr. Sie müssen nur den zum Bundle gehörenden Code eingeben.

Das Angebot ist aus mehreren Gründen von Interesse, auch wenn man es in Deutschland nicht beziehen kann. So illustriert es Microsofts Haltung, dass Anwender immer sowohl arbeiten als auch spielen oder Unterhaltungsmedien abspielen – oft sogar mit dem gleichen elektronischen Gerät. Auch zeigt es die Rolle von Produktivitäts-Apps und -Diensten in Microsofts heutiger Strategie.

CEO Satya Nadella hatte im Juli angekündigt: „Wir werden Produktivität neu erfinden.“ Die Bereiche Produktivität und Plattformen stehen für ihn im Vordergrund. Ersterer umfasst nicht nur die Office-Anwendungen, sondern auch Entwicklertools, Analytics-Software und Übersetzungsdienste. Dies ist in den letzten Wochen spürbar geworden, als Microsoft etwa Office 365 auf Mobilgeräten für Privatkunden kostenlos nutzbar machte.

Und schließlich zeigt das Paket Work & Play, dass Microsoft zunehmend auf Abonnements setzt, die anders als dauerhafte Software-Lizenzen regelmäßige Einkünfte versprechen. Im Gegensatz beispielsweise zu Adobe setzt Microsoft zumindest in diesem Fall auf einen niedrigen Lockpreis, der sicher auch bei deutschen Anwendern auf Interesse stoßen würde. Schließlich kostet der Musikstreamingdienst Xbox Music Pass allein schon fast 120 Euro im Jahr – genau wie die Konkurrenzangebote Spotify Premium oder auch Google Play Music All-Inclusive.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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