Samsung setzt mit Galaxy A3 und A5 auf dünne Metall-Smartphones

Beide sind unter 7 Millimeter dick. Das höherwertige A5 kommt mit 5-Zoll-AMOLED-Bildschirm, 2 GByte RAM, 2300-mAh-Akku und 13-Megapixel-Kamera. Es wiegt 123 Gramm. Der Start erfolgt zunächst in China.

Samsung hat mit Galaxy A3 und Galaxy A5 zwei Smartphones vorgestellt, die es als seine „bisher dünnsten“ beschreibt. Die Bauhöhe beträgt 6,7 beziehungsweise 6,9 Millimeter. Damit setzte es ein angesichts enttäuschender Quartalszahlen abgegebenes Versprechen binnen 24 Stunden um. Beide Modelle nutzen ein Metallgehäuse statt des von Samsung traditionell verbauten leichteren Plastikchassis.

Samsung-Logo (Bild: Samsung)Das A5 ist mit 5-Zoll-AMOLED-Bildschirm, 2 GByte RAM und einen 1,2-GHz-Prozessor das höherwertige Modell. Es verfügt über einen mit 2300 mAh spezifizierten Akku und wiegt 123 Gramm. Seine rückseitige Kamera liefert 13 Megapixel Auflösung. Vorderseitig sind bei beiden Geräten Selbstporträts mit bis zu 5 Megapixeln möglich.

Das A3 beschränkt sich auf eine 8-Megapixel-Hauptkamera, einen 4,5-Zoll-Screen und 1 GByte RAM, wird aber vom gleichen Prozessor angetrieben. Beide Telefone gibt es auch als LTE-Ausführung und beide laufen zum Start unter Android 4.4 KitKat. Der interne Speicher, dessen Größe 16 GByte beträgt, lässt sich per Micro-SD-Karte um bis zu 64 GByte erweitern.

Zum Preis hat sich Samsung noch nicht geäußert. Laut Pressemitteilung starten die beiden Smartphones in einigen Märkten schon im November, namentlich wird aber nur China genannt.

Samsungs Darstellung konzentriert sich vielmehr auf das Unibody-Metallgehäuse, das „in einer Reihe Farben, darunter Perlweiß, Mitternachtsschwarz, Platinsilber, Zartrosa, Hellblau und Champagnergold“ verfügbar sein wird. Metallgehäuse hatte es gestern in seinem Kommentar zu den Zahlen fürs dritte Quartal als künftige Differenzierungsmöglichkeit genannt – zusammen mit „biegsamen Displays“.

Die noch unvollständigen Daten von A3 und A5 weisen eher in Richtung Mittelklasse als High-End, ebenso die Fokussierung auf China. Samsung wird derzeit nicht nur von Apple bedrängt, dessen iPhone 6 in seinem Heimatmarkt Südkorea auf bisher ungekanntes Interesse stößt, sondern auch von der neuen Nummer 3 im weltweiten Smartphonemarkt, Xiaomi.

Galaxy A5 (Bild: Samsung)

Wie schon im zweiten Quartal war Samsung laut IDC auch zwischen Juli und September der einzige Top-5-Anbieter, der weniger Smartphones verkauft hat als im Vorjahr. Die Verkaufszahlen gingen den Marktforschern zufolge um 8,2 Prozent auf 78,1 Millionen Einheiten zurück. Der Marktanteil reduzierte sich um 8,7 Punkte auf 23,8 Prozent. Xiaomi hingegen schaffte es erstmals in die Top 5 und überholte dabei sogar Lenovo und LG.

Samsungs Mobilsparte hat im dritten Quartal einen operativen Gewinn von 1,75 Billionen Won (1,3 Milliarden Euro) erwirtschaftet, 74 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Als Folge brach der Nettogewinn um 49 Prozent auf 4,22 Billionen Won (3,2 Milliarden Euro) ein. Der operative Gewinn ging, wie von Samsung vorausgesagt, um 60 Prozent zurück.

Auch der Umsatz fiel geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Das schlechte Ergebnis der Mobilsparte begründete Samsung mit einem sinkenden Durchschnittspreis für Smartphones. Verbraucher kaufen demnach immer häufiger Geräte im mittleren Preissegment. Auch das aktuelle Flaggschiff-Modell Galaxy S5 konnte diesen Trend nicht umkehren. Im laufenden vierten Quartal rechnet Samsung weiter mit schwierigen Bedingungen im Mobilbereich.

„Obwohl das Unternehmen mit einer steigenden Nachfrage für das kürzlich vorgestellte Galaxy Note 4 und neue Mittelklasse-Smartphones rechnet, bleibt durch die zum Jahresende neu vorgestellten Produkte der Konkurrenz eine Ungewissheit im Mobilbereich, die möglicherweise eine Steigerung der Marketingausgaben erforderlich macht“, hieß es in einer Pressemitteilung.

Tipp: Sind Sie ein Android-Kenner? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Samsung setzt mit Galaxy A3 und A5 auf dünne Metall-Smartphones

Kommentar hinzufügen
  • Am 31. Oktober 2014 um 15:48 von Aha

    Tja, solange man beim iPhone Ur-Design geblieben ist, lief das Geschäft sehr gut. Dann haben sie sich selber an Design versucht – und es vergeigt.

    Und nun verfallen sie hektisch zurück in den Colymodis. ;-)

    • Am 31. Oktober 2014 um 17:52 von punisher

      Das du als Fanboy vom copymodus schreibst ist schon lustig, wirft man einen Blick auf ios ;)

    • Am 31. Oktober 2014 um 18:05 von Judas Ischias

      Na, das ist doch verständlich. Die alten Designs wollen auch die härtesten Appler nicht mehr sehen und die neuen Designs sind potthässlich. ;)
      Einfach nur ein in die Länge gezogenes Teil. ;)
      Warum sollte Samsung oder sonst irgendein Hersteller sich davon inspirieren lassen? ;)

      • Am 1. November 2014 um 9:34 von Derlabersack

        was labersch du? Das alte Design meines iPhone 4s finde ich immer noch sehr ansehnlich.

        • Am 2. November 2014 um 20:16 von Judas Ischias

          Du ja. Ich nicht.
          Und jetzt? ;)

  • Am 31. Oktober 2014 um 16:34 von Judas Ischias

    Jetzt muss ich doch mal über das biegsame Display frotzeln.
    Wenn jetzt auch Samsung diesem Wahnsinn verfällt, noch dünnere Geräte bauen zu „müssen“, dann ist es natürlich angebracht dass das Display biegsam ist. ;)

    Unybody-Metallgehäuse bedeutet, die Zeiten von wechselbaren Akkus sind wohl auch bei Samsung vorbei?

    Ob das der richtige Weg ist? Da werden wohl auch die bunten Farben nicht mehr viel helfen.

    Wie viel sollen denn die Geräte kosten?
    Die „üblichen“ Preise dürfen es aber nicht sein, wenn die Geräte hauptsächlich für China sind, denn die Chinesen sind von den eigenen Herstellern preislich sehr verwöhnt.

    Ich sehe auf jeden Fall schwere Zeiten auf Samsung zukommen und bin gespannt auf die weitere Entwicklung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *