Microsoft bietet Office-365-Kunden unbegrenzten OneDrive-Speicher an

Das Angebot gilt ab sofort für Kunden von Office 365 Home, Personal und University. Das günstigste Office-365-Abonnement wiederum kostet 7 Euro pro Monat. Damit unterbietet Microsoft die Preise von Google Drive, iCloud Drive oder Dropbox deutlich.

Alle Kunden von Office 365 Home, Personal und University erhalten ab sofort ohne Zusatzkosten unbegrenzten Speicherplatz auf Microsofts Cloud-Storage-Dienst OneDrive. Das hat das Unternehmen aus Redmond in einem Blogeintrag angekündigt. Professionelle Office-365-Kunden sollen angeblich Anfang 2015 dieses Feature erhalten.

OneDriveBisher stand Nutzern im Rahmen ihres Abonnements ein Terabyte Speicher zur Verfügung. Die Kapazität hatte Microsoft erst vor rund vier Monaten erhöht. Im September strich Microsoft zudem die 2-GByte-Grenze für Datei-Uploads. Nun dürfen Dateien mit einer Größe von bis zu 10 GByte auf OneDrive gespeichert werden.

„Für produktives und kreatives Arbeiten in der Freizeit setzen Menschen immer mehr Gerätetypen ein – parallel und oft sogar gleichzeitig: Smartphones, Tablets, Notebooks und Desktop-PCs. Mit der Vielzahl von Geräten wächst der Wunsch nach einem einheitlichen Speicher, in dem alle produktiven und kreativen Daten sicher abgelegt und von überall wieder aufgerufen werden können“, teilte Microsoft mit. „Nutzer von Microsoft Office 365 können ab sofort in OneDrive unbegrenzten Speicherplatz für Daten, Dokumente, Fotos oder Videos nutzen und von jedem beliebigen Endgerät aus auf diese Daten zugreifen.“

Ein Office-365-Abonnement ist ab 7 Euro pro Monat und Nutzer (Office 365 Personal) oder 69 Euro pro Jahr erhältlich. Es beinhaltet neben dem jetzt unbegrenzten OneDrive-Speicher auch die aktuellsten Versionen der Office-Anwendungen Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Outlook, Publisher und Access, sowie monatlich 60 Skype-Gesprächsminuten für Anrufe in über 60 Länder.

„Der Wettbewerb um den größten Coud-Speicher zum günstigsten Preis ist beendet“, ergänzte Thorsten Hübschen, der für das Office-Geschäft von Microsoft Deutschland verantwortlich ist. „Mehr als unbegrenzter Speicherplatz ohne Aufpreis geht nicht.“

Google hatte den Preis für 1 Terabyte Online-Speicher im März auf 9,99 Dollar je Monat gesenkt. Nutzer von Apples iCloud Drive zahlen für 200 GByte 3,99 Euro pro Monat und für 9,99 Euro je Monat erhalten sie 500 GByte. Auch Dropbox kann das Angebot von Microsoft – selbst wenn man die Office-Anwendungen herausrechnet – nicht überbieten. Dropbox Pro und Dropbox for Business sind ab 10 beziehungsweise 12 Euro pro Nutzer und Monat zu haben und bieten jeweils 1 Terabyte Speicher.

Die bisher erhältlichen Speicherpläne (100 GByte für 1,99 Euro pro Monat und 200 GByte für 3,99 Euro pro Monat) für OneDrive bietet Microsoft auch künftig an. Die ersten 15 GByte sind zudem weiterhin kostenlos.

Die Speicherkapazität von Kunden von Office 365 Home, Personal und University stellt Microsoft seit gestern schrittweise um. Zudem können sich Nutzer ab sofort auch in eine Warteliste eintragen. Abonnenten von Office 365 Small Business und Enterprise steht der unbegrenzte Speicher erst ab Anfang 2015 zur Verfügung.

Andere Beschränkungen für OneDrive hat Microsoft jedoch nicht aufgehoben. Consumer können maximal 10 Millionen Dateien auf OneDrive ablegen. Bei Business-Konten sind es sogar nur bis zu 20.000 Objekte (Dateien und Ordner).

[mit Material von Ed Bott, ZDNet.com]

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Themenseiten: Cloud-Computing, Microsoft, Office, Storage

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