Google entfernt „Zehntausende“ aus iCloud-Hack stammende Fotos

Es reagiert damit auf Klageandrohungen von Anwälten betroffener Prominenter. Diese werfen dem Internetkonzern vor, nicht schnell genug Maßnahmen ergriffen zu haben, die von Hackern entwendeten und veröffentlichten Nacktbilder zu löschen.

Google hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, zu langsam auf den als Celebgate bekannt gewordenen iCloud-Hack reagiert zu haben, durch den private Nacktbilder von Prominenten an die Öffentlichkeit gelangten. Nach eigenen Angaben hat der Suchkonzern inzwischen „Zehntausende“ dieser Bilder entfernt.

Google-Suche

Vergangenen Donnerstag drohten Anwälte einiger betroffener Stars Google mit einer 100-Millionen-Dollar-Klage. Sie werfen dem Unternehmen vor, Löschanfragen für auf seinen Servern gehostete Bilder ignoriert zu haben. Google hingegen behauptet, umgehend Maßnahmen ergriffen zu haben.

„Wir haben Zehntausende Bilder entfernt – innerhalb weniger Stunden nach einer Anfrage -, und wir haben Hunderte Konten geschlossen“, teilte der Internetkonzern gegenüber ZDNet.com mit. „Das Internet wird für viele gute Dinge genutzt. Die privaten Fotos von Leuten zu stehlen, gehört nicht dazu.“

Dennoch behaupten die Anwälte, die „über ein Dutzend“ betroffene Prominente vertreten, in einem von The Hollywood Reporter veröffentlichten Brief an Google, dass das Unternehmen die Bilder nicht zügig genug entfernt habe, so wie es nach dem Digital Millenium Copyright Act (DMCA) verpflichtet gewesen wäre. Die Anwälte fordern zudem, dass Google die Fotos von seinen Plattformen Blogger und Youtube entfernt sowie alle verletzenden Konten sperrt oder löscht.

Nach Angaben der Anwälte sind auch vier Wochen nach dem Versand der ersten DMCA-Löschanfragen bezüglich der Bilder – und über einem Dutzend folgender – die Fotos nach wie vor auf Googles Sites abrufbar. Sie werfen dem Konzern vor, „Millionen zu machen und von der Viktimisierung von Frauen zu profitieren“. Daher fordern sie Schadenersatz und Strafgelder, die 100 Millionen Dollar „deutlich überschreiten können“.

Laut Hollywood Reporter waren eine Woche, nachdem Google Anträge auf Löschung von 461 URLs aus seinen Suchergebnissen erhalten hatte, 51 Prozent davon weiter vorhanden. Inzwischen hat Google seinem Transparenzbericht zufolge 444 dieser Links gelöscht.

[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

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Björn Greif
Autor: Björn Greif
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14 Kommentare zu Google entfernt „Zehntausende“ aus iCloud-Hack stammende Fotos

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  • Am 6. Oktober 2014 um 12:42 von punisher

    Die Bilder werden sie nie aus dem Netz kriegen…

    • Am 6. Oktober 2014 um 13:35 von Judas Ischias

      Genau, warum ist denn keine Rede von den anderen Suchmaschinen?
      Die Bilder sind doch nicht nur über Google zu finden.

  • Am 6. Oktober 2014 um 17:51 von Seid

    Seid ihr sicher, dass ihr vollständig zitiert habt?

    Beim Satz: „Das Internet wird für viele gute Dinge genutzt. Die privaten Fotos von Leuten zu stehlen, gehört nicht dazu.” fehlt doch eindeutig der Nachsatz: „Niemand ausser Google hat das Recht dazu.“

    Das wäre ja mal eine Klare Aussage, die sogar stimmen würde. ;-)

    • Am 6. Oktober 2014 um 19:58 von punisher

      Wenn du jetzt noch erklärst, wie Google Bilder anderer stiehlt, würde jemand deinen unlustigen Kommentar verstehen.
      Schließlich wurden die Bilder aus der icloud geklaut ;)

      • Am 6. Oktober 2014 um 21:11 von Einfach

        Indem Google einfach die Bilder seiner Anwender scannt, und zwar im Backup von Google – oder auch aus allen Mails.

        Google scannt ja alles. Und Google merkt sich alles. Deswegen haben Sicherheitsbehörden 100x häufiger bei Google zugegriffen, als bei Apple – weil leichter mehr zu holen ist. ;-)

        Nicht lustig ist, dass auch Daten von Nicht-Anwendern gesammelt werden – eindeutig Diebstahl, weil dafür niemand sein Einverständnis gegeben hat.

        • Am 7. Oktober 2014 um 4:28 von punisher

          Genau, Google klaut überall. Wenn das so sein sollte, würde ich an deiner Stelle zur Polizei, denn dann haben sie auch deine Daten ohne deine Erlaubnis gescannt. Wie auch immer sie das bewerkstelligt haben, durch Infrarot und Microwellen oder sind die noch weiter?

        • Am 7. Oktober 2014 um 9:37 von der war gut..*lach*

          Klar, weil Behörden nach dem Motto vorgehen – da ist’s leichter

        • Am 7. Oktober 2014 um 13:33 von Judas Ischias

          Namenloser, Du verwechselst da etwas. ;)
          Die Leute,denen Google die Bilder deiner merkwürdigen Meinung nach geklaut haben soll, waren doch ALLE KUNDEN VON APPLE.
          Wie kann Google dann die Bilder gescannt haben?
          Und davon dass die Beklauten ihre Nacktphotos an Gmail-Adressen geschickt haben, war doch gar keine Rede. ;)
          In mehreren Kommentaren bemängelst Du immer wieder, dass Google auch die Daten von Nicht-Anwendern sammelt, was Du als Diebstahl bezeichnest, da kein Einverständnis vorliegt.
          Dann lese doch mal den Kommentar von Hamster, den er am 17.9. um 20:20 Uhr geschrieben hat. Thema war am 16.9. um 20:14 Uhr:Tim Cook hat eine „deutlich andere Sicht“ auf den Datenschutz.
          Darin hat Hamster beschrieben, dass auch Apple diese Art des Datensammelns betreibt. Nämlich ohne Erlaubnis von Fremdkunden.
          Wenn meine Telefonnummer bei Arbeitskollegen in deren iPhone ist, mit Adresse, Geburtstag, E-Mailadresse usw., und Apple diese einfach verwendet, bestimmt mit ganz fadenscheinigen Begründungen, dann wurde auch ich beklaut! Denn auch ich habe nicht mein Einverständnis gegeben!
          Aber so etwas wird von dir gar nicht erwähnt. Warum eigentlich nicht?
          Oder ist es einfach nur dein grenzenloser Haß auf Google, der dich so blind macht, wenn es um Schweinereien deiner Lieblingsfirma geht?

          • Am 7. Oktober 2014 um 14:37 von Hi, hi...

            „Wenn meine Telefonnummer bei Arbeitskollegen in deren iPhone ist, mit Adresse, Geburtstag, E-Mailadresse usw., und Apple diese einfach verwendet…“
            …hmmm, verwendet Apple diese Deine Sachen denn? Und wenn ja, wofür?

          • Am 7. Oktober 2014 um 16:37 von Judas Ischias

            Warum fragst Du mich das?
            Schau doch einfach unter den angegebenen Daten nach, da hat Hamster doch alles erklärt.
            Und wenn der Cook noch viele Erklärungen abgibt, dass keine Daten verwendet werden und keine Daten weitergegeben werden, da glaub ich nichts davon.
            „Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er jetzt die Wahrheit spricht“.

          • Am 7. Oktober 2014 um 18:54 von Hi, hi...

            … nur, weil der kleine Nager behauptet, Apple „benutzt“ diese Daten, ist diese Aussage richtig? Solange die Daten nicht durch (irgendeine) Cloud gejagt werden, sind sie im Grunde nur auf dem Gerät selbst. Davon ab, stört es die Androiden ja auch nicht, wenn die Kontaktdaten usw. auf einem WP oder BB liegen, oder?

          • Am 8. Oktober 2014 um 16:28 von Judas Ischias

            Als ehemaliger Apple-Nutzer wird Hamster ja wohl wissen was er hier schreibt.
            Ich habe keinen Grund ihm nicht zu glauben.
            Und ist deine Aussage:“Solange die Daten nicht durch (irgendeine) Cloud gejagt werden, sind sie im Grunde nur auf dem Gerät selbst „, nicht etwas schwammig?
            Mich stört dieses“ im Grunde „.
            Entweder sind die Daten“ NUR „auf dem Gerät, oder nicht.
            Denn dieses“ im Grunde “ lässt ja doch wieder jede Menge Möglichkeiten zu.
            Und ob es die Androiden stört oder nicht, wenn die Kontaktdaten usw. auf einem WP oder BB liegen, weiß ich nicht.
            Ich habe diesbezüglich noch keine Kommentare gelesen.

          • Am 9. Oktober 2014 um 8:17 von Hi, hi...

            …ich habe meine eigene Meinung über die plausible Richtigkeit der „kommis“ eines Nagetiers. Beide Seiten der Argumentation sind nicht durch Nachweise untersetzbar.
            Ich WEIß nicht, ob Apple Zugriff auf nur auf dem iPhone liegende Daten hat. Ich WEIß es auch nicht bei BlackBerry oder Microsoft (wobei ohnehin eine große Anzahl die Daten in einer Outlookversion haben dürfte). Ich erkenne aber, dass sich die Androiden nur bei Apple darüber beschweren. Zufall? Ich denke nicht!
            Bei Google hingegen dürfte der Zugriff auf die Daten ziemlich sicher sein, solange der Androidnutzer die PIM-Google-Dienste benutzt. Genaugenommen sollten sich also eher diejenigen beschweren, die in der Kontaktliste eines Androidnutzers befinden.

    • Am 6. Oktober 2014 um 21:06 von Judas Ischias

      Ach, ist das tatsächlich so?
      Google klaute die bei Apple?
      Einfach mal wieder ein genialer Kommentar. ;)

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