Apple bringt Prüftool für Aktivierungssperre auf iDevices

Potenzielle Käufer von Gebrauchtgeräten können damit sicherstellen, dass sich ein iPhone, iPad oder iPod Touch auch verwenden lässt. Dazu müssen sie nur die IMEI oder Seriennummer des Geräts auf einer neuen iCloud-Seite eingeben.

Apple hat ein Online-Tool verfügbar gemacht, mit dem sich der Status der Aktivierungssperre auf einem iPhone, iPad oder iPod Touch prüfen lässt. Das ist vor allem für Käufer gebrauchter iDevices nützlich, die so ausschließen können, ein möglicherweise gestohlenes oder nicht verwendbares Gerät zu erwerben.

Dazu müssen Interessenten vor dem Kauf lediglich die IMEI (International Mobile Equipment Identity) oder Seriennummer des Geräts auf der neu eingerichteten iCloud-Seite zur Prüfung der Aktivierungssperre eingeben und eine Captcha-Abfrage beantworten. Anschließend bekommen sie angezeigt, ob die Aktivierungssperre eingeschaltet ist oder nicht.

Mit dem neuen iCloud-Tool lässt sich der Status der Aktivierungssperre auf einem iDevice überprüfen (Screenshot: ZDNet.de).Mit dem neuen iCloud-Tool lässt sich der Status der Aktivierungssperre auf einem iDevice überprüfen (Screenshot: ZDNet.de).

Apple hatte die Aktivierungssperre mit iOS 7 in die Funktion „Mein iPhone suchen“ eingeführt. Sie soll Unbefugten die Verwendung und den Verkauf eines verlorenen oder gestohlenen iPhone, iPad oder iPod Touch erschweren. Ist die Sperre aktiv, können Nutzer nur mit Apple-ID und Kennwort „Mein iPhone suchen“ auf dem Gerät deaktivieren, sich auf dem Gerät von iCloud abmelden oder das Gerät löschen und neu aktivieren.

Wenn Anwender ihr altes iOS-Gerät verkaufen wollen, sollten sie daher sicherstellen, dass sie alle Inhalte und Einstellungen gelöscht haben. Durch Auswahl von „Zurücksetzen“ unter dem Punkt „Allgemein“ in „Einstellungen“ werden nicht nur sämtliche Daten gelöscht, sondern auch die Funktion „Mein iPhone suchen“ sowie die Aktivierungssperre deaktiviert.

Vor Einführung der Aktivierungssperre bestand die einzige Möglichkeit, das Gerät vor unautorisierter Nutzung zu schützen, darin, die Apple-ID zu ändern, um Zugriff auf mit dem Gerät verknüpfte Dienste und Konten wie iTunes zu verhindern. Die Polizei in den USA lobte Apple daher für die Einführung des erweiterten Diebstahlschutzes in iOS 7. Sie soll dazu beigetragen haben, dass die Diebstahlquote bei iPhones in New York um 30 Prozent gesunken ist.

Während die Aktivierungssperre zusätzliche Sicherheit für den ursprünglichen Gerätebesitzer bedeutet, stellt sie für Käufer von Gebrauchtgeräten ein Problem dar, falls der Vorbesitzer sie nicht deaktiviert hat. Auf einer aktualisierten Support-Seite merkt Apple an, dass beim Kauf eines iPhone, iPad oder iPod Touch, der nicht über Apple oder einen autorisierten Händler abgewickelt wird, es dem Käufer obliegt, „sicherzustellen, ob das Gerät gelöscht wurde und nicht mehr mit dem Account des Vorbesitzers verknüpft ist“. Weiter heißt es dort: „Übernehmen Sie kein gebrauchtes iPhone, iPad und keinen gebrauchten iPod Touch, bis das Gerät aus dem Account des Vorbesitzers entfernt wurde.“

[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

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Themenseiten: Apple, iPad, iPhone, iPod

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