Bericht: 2 Millionen Vorbestellungen für iPhone-6-Modelle in China

Anders als Apple nehmen Netzbetreiber und Händler bereits Vorbestellungen entgegen. Der aufgrund des verzögerten chinesischen Marktstarts florierende Schwarzmarkt ist inzwischen zusammengebrochen. Das Angebot eingeschmuggelter iPhones übertraf die Nachfrage offenbar bei weitem.

iPhone 6 Plus und iPhone 6 (Bild: Apple)Die chinesischen Netzbetreiber und weitere Anbieter haben angeblich bereits 2 Millionen Vorbestellungen für iPhone-6-Modelle in China eingesammelt. Das meldet Apple Insider und beruft sich auf chinesische Quellen. IT Home und Sina führten übereinstimmend „unvollständige Statistiken“ an, nach denen innerhalb von nur sechs Stunden zwei Millionen Reservierungen entgegengenommen wurden. Die Mehrzahl der Vorbestellungen soll sich auf die teureren 64-GByte-Modelle von iPhone 6 sowie iPhone 6 Plus beziehen.

Apple selbst nimmt Online-Vorbestellungen für seine neue Smartphone-Generation nicht vor dem 10. Oktober entgegen. Eine Abholung in Apple Stores ist für chinesische Käufer erst am 17. Oktober und nach Reservierungen ab dem 14. Oktober möglich. Nach einer Verlautbarung Apples können die Mobilfunkanbieter China Mobile, China Telecom sowie China Unicom iPhones ebenfalls nicht vor dem 17. Oktober verkaufen – das hat aber offenbar weder Netzbetreiber noch einige größere Einzelhändler an der frühen Annahme von Vorbestellungen gehindert.

Die Markteinführung musste in China wegen ausbleibender Genehmigungen der zuständigen Regulierungsbehörden unerwartet verschoben werden. Erst Ende September gaben die Behörden schließlich grünes Licht. Schon vorher aber brachen die Schwarzmarktverkäufe ein, die sich durch den verzögerten iPhone-6-Start in China entwickelt hatten. Das Angebot von insbesondere aus Hongkong eingeschmuggelten iPhones übertraf offenbar die Nachfrage bei weitem und führte zu einem rapiden Preissturz.

Nach dem ersten Hype um die neuen iPhones wurden sie zu Schwarzmarktpreisen zwischen 12.000 und 15.000 Yuan (etwa 1539 bis 1923 Euro) gehandelt. Schon am 25. September aber beklagten Händler, die auf das neue iPhone gesetzt hatten, schwere Verluste und rapide fallende Preise. Ein iPhone 6 mit 16 GByte Speicher wurde inzwischen für nur noch 6000 Yuan gehandelt. „In diesem Markt verlieren Sie Geld, wenn sie das iPhone 6 bevorraten“, zitierte South China Morning Post die Mitarbeiterin eines chinesischen Händlers. „Die Preise fallen viel zu schnell. Einige Verkäufer haben Geld verloren, während ihre Geräte im Flugzeug nach Peking unterwegs waren.“

Ein Foto zeigt Verkäufer von iPhones, die sich vor einem Apple Store drängeln. Rund 40 von ihnen versuchen ihre eingeschmuggelte Ware noch loszuschlagen, bevor der Verkauf zu offiziellen Preisen beginnt. Dann erst kann sich zeigen, ob sich Apples hohe Absatzerwartungen in China erfüllen.

Apples unverbindliche Preisempfehlung für das iPhone 6 in China liegt bei 5288 Yuan (678 Euro) für die 16-GByte-Version, 6088 Yuan (780 Euro) für das 64-GByte-Modell und 6888 Yuan (883 Euro) für die 128-GByte-Variante. Für das iPhone 6 Plus verlangt es 6088, 6888 respektive 7788 Yuan (998 Euro). Dies entspricht in etwa den hiesigen Ladenpreisen.

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Themenseiten: Apple, China, Smartphone, iPhone

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