DynaOptics entwickelt optisches Zoom für Smartphone-Kameras

Es basiert auf einem asymetrischen Linsensystem, dessen Elemente sich innerhalb des Objektivmoduls verschieben. Dadurch wird kein herkömmliches Ausfahr-Objektiv benötigt. So könnten künftig Smartphones mit optischem Zoom ausgestattet werden, ohne dass sich dies negativ auf die Dicke auswirkt.

DynaOptics arbeitet an einer neuartigen Technik, Smartphone-Kameras mit einem optischen Zoom auszustatten. Dazu setzt es auf ein System aus asymetrischen Linsen. Es soll äußerst kompakt sein und sich somit auch in flachen Gehäusen unterbringen lassen, ohne dass das Gerät dadurch dicker wird.

Herkömmliche mechanische Zoomobjektive basieren darauf, dass die einzelnen Elemente auf einer Achse vor- und zurückbewegt werden, was in vorstehenden Teilen resultiert. Das System von DynaOptics verschiebt seine asymetrisch geformten Linsenelemente hingegen innerhalb des Objektivmoduls nach oben oder unten beziehungsweise seitlich, um die Perspektive zu ändern. Dadurch entfällt das übliche Herausfahren eines Zoomobjektivs.

Schema des Linsensystems von DynaOptics im Vergleich zu einem herkömmlichen Zoomobjektiv (Bild: DynaOptics)Schema des Linsensystems von DynaOptics im Vergleich zu einem herkömmlichen Zoomobjektiv (Bild: DynaOptics)

Einen Prototyp des neuen Objektivsystems hat das Unternehmen vergangene Woche bei StartX vorgestellt, einem gemeinnützigen Accelerator für Stanford-Existenzgründer. Testmuster will es Anfang nächsten Jahres an Smartphone-Hersteller ausliefern. Für Ende 2015 hofft DynaOptics dann auf den Start der Massenproduktion.

Bisher bieten nur wenige Smartphones einen optischen Zoom, etwa das Ende April vorgestellte Samsung Galaxy K Zoom. Bei dem Hybridgerät handelt es sich jedoch eher um eine Kamera mit Smartphone-Funktionen und klassischem Ausfahr-Objektiv. Dadurch ist es am Kameramodul mit mehr als 2 Zentimetern auch deutlich dicker als herkömmliche Smartphones.

Hersteller haben bisher versucht, die Beschränkungen eines digitalen Zooms durch eine Erhöhung der Auflösung auszugleichen. Nokias Lumia 1020 bietet beispielsweise einen 41-Megapixel-Sensor, so dass Nutzer ohne Qualitätsverlust Bildbereiche zuschneiden können, um einen Zoomeffekt zu simulieren. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt das Oppo Find 7, das auf Wunsch vier separate Fotos schießt und sie zu einem 50-Megapixel-Bild zusammenfügt. Das Ergebnis ist allerdings nicht sehr überzeugend.

Sollte DynaOptics sein System tatsächlich 2015 auf den Markt bringen könnte es in dem Bereich mit HTC konkurrieren. Der taiwanische Hersteller hatte im April angekündigt, innerhalb von 18 bis 24 Monaten seine Smartphones mit einem optischem Zoom auszurüsten.

[mit Material von Lexy Savvides, News.com]

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