Symantec startet cloudbasierte Sicherheitslösung Norton Security

Sie ist plattformübergreifend für Windows, Mac OS, Android und iOS im Abomodell verfügbar. Das neue Angebot ersetzt alle bisher offerierten Norton-Programme und Dienste für Heimanwender. Gegen Aufpreis umfasst es auch eine Backup-Funktion und 25 GByte Onlinespeicher.

Symantec hat mit Norton Security eine abobasierte Sicherheitslösung verfügbar gemacht, die die bisherigen Norton-Produkte für Heimanwender zu einem einzigen verschmilzt. Sie ersetzt damit nicht nur Norton Antivirus, sondern auch Norton Internet Security, Norton 360, Norton 360 Multi-Device und Norton 360 Premier Edition. Deren Nutzern wird vor Ablauf der aktuellen Lizenz ein Migrationsangebot unterbreitet.

Norton Security steht für Windows und Mac OS sowie für Android und iOS zur Verfügung. Der Anwender kann zwischen zwei Lizenzen wählen, die jeweils für ein Jahr gültig sind: Für einen Nutzer allein kostet das Produkt 39,99 Euro, während die Lizenz für bis zu fünf Nutzer mit 59,99 Euro zu Buche schlägt (jeweils UVP). Damit entspricht der Preis in etwa dem der bisher angebotenen Norton Internet Security Suite. Diese kostet aktuell für ein Jahr zwar lediglich 50 Euro, unterstützt dafür aber auch nur bis zu drei PCs.

Norton Security vereint mehrere Norton-Produkte- und Funktionen in einem Dienst (Bild: Symantec).Norton Security vereint mehrere Norton-Produkte- und Funktionen in einem Dienst (Bild: Symantec).

Der neue Abo-Dienst bietet laut Synamtec mehrere Schutzebenen, die dabei helfen sollen, Systeme plattformübergreifend gegen unbekannte und komplexe Bedrohungen abzuschirmen. Norton Security beruht auf reputations- (Norton Insight) und verhaltensbasierten (SONAR) Erkennungstechniken für Viren. Weiterhin umfasst der Service die Funktionen Safe Web, Scam Insight, Download Insight sowie Anti-Phishing-Technologien. Diese Features tauschen sich laut Symantec auch untereinander aus, um so erkennen zu können, ob bestimmte Websites für Social-Engineering-Attacken missbraucht wurden.

Bedient wird Norton Security über eine cloudbasierte Management-Konsole. Dort lassen sich neue Geräte hinzufügen, der gegenwärtige Schutzstatus einsehen und Abo-Angaben verwalten. Die Oberfläche ist zum Beispiel mit Kundenportalen von Mobilfunkanbietern vergleichbar – wo Nutzer auch alle Gerät und Tarife einsehen und verwalten können. Der erweiterte Norton Identity Safe kann Nutzernamen sowie Passwörter speichern, abrufen und automatisch in entsprechende Browserfelder eingeben.

Für den Einsatz von Norton Security auf mobilen Endgeräten hat Symantec Norton Mobile Insight integriert. Es analysiert mithilfe gesammelter Daten aus über 200 App-Stores das Verhalten von Anwendungen. Das Werkzeug soll vor Apps schützen, die persönliche Daten und Inhalte von Geräten ziehen, Einstellungen ändern, Werbung in der Benachrichtigungsleiste platzieren oder unnötig viel Akkuleistung sowie Datenvolumen benötigen.

Der Anwender kann dank dieser Informationen laut Symantec besser verstehen, welche persönlichen Daten von einer App gesammelt werden oder welche Apps auf kostenpflichtige Mobilfunkdienste zugreifen. Die Entscheidung, ob er diese dennoch installieren und nutzen will, bleibt ihm zwar weiter selbst überlassen – er weiß dann aber wenigstens im Voraus, was ihn erwartet.

Norton Security ist zudem in einer aufpreispflichtigen Variante mit integrierter Backup-Funktion erhältlich. Sie umfasst den Cloud-Speicherdienst SwapDrive, den Symantec im Jahr 2008 erworben und später in Norton 360 eingegliedert hatte. Anwender können dabei auf 25 GByte Online-Speicher zugreifen, um ihre Dateien zu sichern. Das Abo des „Norton Security with Backup“ genannten Dienstes umfasst zehn Geräte und liegt mit 69,99 Euro auf dem preislichen Niveau des heutigen Norton 360 (70 Euro für ein Jahr). Dieses Angebot kann dann allerdings nur auf bis zu drei Geräten genutzt werden.

Mit der Konsolidierung der Norton-Produkte führt Symantec auch ein sogenanntes „Virenschutz-Versprechen“ ein. Ihm zufolge erhalten Nutzer ihr Geld zurück, wenn Norton Security es einmal nicht schafft, einen Virus von PC oder Mac fernzuhalten oder zu entfernen, und auch die Norton-Experten nicht mehr weiterhelfen können. Sie kann ein Abonnent im Rahmen des Kunden-Supports im Übrigen ein Jahr lang – telefonisch und online – ohne zusätzliche Kosten in Anspruch nehmen.

[mit Material von Rainer Schneider, ITespresso.de]

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