Google optimiert Drive und Docs für Blinde und Sehbehinderte

Neue Funktionen sollen ihnen die Arbeit mit den Produktivitätsanwendungen erleichtern. Beispielsweise gibt es erweiterten Support für Braille-Displays, einen überarbeiteten Tastaturkürzel-Hilfedialog und Verbesserungen für Screenreader.

Google führt derzeit Verbesserungen für Drive und seine Produktivitätsanwendungen Docs, Sheets, Slides, Drawings und Forms ein, die Blinden und Sehbehinderten die Arbeit mit diesen Programmen erleichtern sollen. Dazu hat es mit einer Reihe von Experten zusammengearbeitet, darunter der National Federation of the Blind und der University of Michigan.

Nutzer von Drive und Docs können nun einfacher nach Menübefehlen suchen (Bild: Google).Nutzer von Drive und Docs können nun einfacher nach Menübefehlen suchen (Bild: Google).

Zu den neuen Funktionen zählen Support für sich aktualisierende Braille-Displays zum Lesen und Eingeben von Text, ein überarbeiteter Tastaturkürzel-Hilfedialog für schnellere Suchen und Verbesserungen für Bildschirmleser (insbesondere in Docs, Sheets und Slides). Letztere sollen beispielsweise Aufgaben wie Versionsverwaltung und Schreibvorschläge vereinfachen.

In einem Blogeintrag betont Alan Warren, Vice President Engineering, dass wirklich jedermann in der Lage sein sollte, Googles Apps ohne Einschränkung zu nutzen, „ungeachtet seiner Befähigung“. „Stellen Sie sich vor, sie wollen die Echtzeit-Änderungen einer anderen Person an einem Dokument nachvollziehen – allein durch Ihr Gehör. Oder Sie versuchen, eine Datentabelle zu erstellen – ohne dass Sie die Zellen klar erkennen können. Egal, ob Sie Dateien in Drive sichern oder einige Zahlen in Sheets eingeben, es sollte einfach sein, seine Ideen mittels Googles Tools umzusetzen“, so Warren. „Doch wenn Sie blind sind oder eine Sehbehinderung haben, sind Sie auf Hilfstechnologien wie Screenreader und Braille-Displays angewiesen – und das kann die Arbeit in der Cloud schwierig machen.“

Weiter führt Warren aus: „Während Screenreader statische Webseiten (wie diesen Blog) relativ einfach verarbeiten können, fällt es ihnen deutlich schwerer, zu erkennen, was sie in interaktiven Anwendungen wie Google Docs sagen sollen, weil die zu beschreibenden Aktionen sehr viel komplexer sind.“

So weist der in Googles Produktivitätsanwendungen integrierte Bildschirmleser nun beispielsweise darauf hin, wenn andere Nutzer ein gemeinsames Dokument öffnen oder schließen. Zudem erhalten Anwender eine akustische Rückmeldung, wenn jemand anderes Änderungen an einem gerade geöffneten Dokument vornimmt.

In einem Video vermittelt Google einen Eindruck von den Funktionen zur Barrierefreiheit. Weitere Informationen finden sich unter google.com/accessibility/.

[mit Material von Rachel King, ZDNet.com]

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