Firefox-Add-on ermöglicht browserübergreifende Webentwicklung

Mit dem Firefox Tools Adapter können Entwickler für Android Chrome oder iOS Safari geschriebenen Code in Firefox testen. Er lässt sich etwa zum Skript-Debugging, zur Ausführung von Webcode über die Entwicklerkonsole und zum Bearbeiten des Seitenlayouts auf iPhones, iPads und Android-Geräten verwenden.

Mozilla hat ein Firefox-Add-on veröffentlicht, das Webentwicklern das Leben deutlich erleichtern könnte. Bisher mussten sie zum Testen und Debuggen ihres Codes stets gesonderte Entwicklungswerkzeuge für jeden einzelnen Browser verwenden. Der „Firefox Tools Adapter“ erlaubt es ihnen jetzt, für Android Chrome oder iOS Safari geschriebenen Code in Firefox zu testen. Er lässt sich etwa zum Skript-Debugging, zur Ausführung von Webcode über die Entwicklerkonsole und zur Veränderung des Seitenlayouts auf iPhones, iPads und Android-Geräten verwenden.

Das noch experimentelle Add-on basiert auf den gleichen Tools, die Mozilla für das Debugging von Firefox für Android und Firefox OS verwendet. Es ermöglicht Entwicklern, mittels Werkzeugen in Firefox an Code für die Browser Chrome für Android und Safari für iOS zu arbeiten, wenn sie ein entsprechendes Gerät an ihren Desktop-Rechner anschließen.

Dank des Firefox Tools Adapter müssen Entwickler ihren Code nicht mehr zwingend in dem Browser debuggen, für den er geschrieben wurde (Bild: Mozilla).Dank des Firefox Tools Adapter müssen Entwickler ihren Code nicht mehr zwingend in dem Browser debuggen, für den er geschrieben wurde (Bild: Mozilla).

Aktuell müssen sich Entwickler erst mit den verschiedenen Debugging-Tools jedes Browsers vertraut machen – was wertvolle Zeit kosten kann. „Geräteübergreifendes Debugging kann wirklich nervig sein“, sagt Christian Heilmann, Mozillas Principal Developer Evangelist. „Die Leute haben schon lange von solch einer Funktionalität geträumt.“

Derzeit funktionierte der Firefox Tools Adapter nur in Kombination mit Firefox Nightly. Laut Dave Camp, für Entwicklertools zuständiger Direktor bei Mozilla, wird sich dies aber bald ändern. Er geht davon aus, dass das Add-on in vier bis fünf Monaten Bestandteil des Stable Build sein wird. Zum aktuellen Zeitpunkt sollten Entwickler jedoch nicht davon ausgehen, dass es perfekt funktioniere.

Das Firefox-Add-on dazu zu bringen, mit den Developer Tools von Safari und Chrome zusammenzuarbeiten, sei nicht einfach gewesen, betonte Camp. Der Prozess sei mit der Übersetzung des Wortes „Hund“ in eine andere Sprache zu vergleichen: Manchmal sei das Wort gleich oder ähnlich, manchmal aber auch völlig anders.

Das Problem verschiedener Enwicklertools zu lösen, könnte Mozilla viel Anerkennung von der Webentwickler-Community einbringen. Heilmann zufolge ist das Add-on Teil von Mozillas Strategie, die Nutzung von HTML5 und offener Webtechnologien voranzutreiben. „Es wäre interessant, wenn dies zu mehr Zusammenarbeit unter Entwicklertools verschiedener Browser führen würde“, so Heilmann.

[mit Material von Seth Rosenblatt, News.com]

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Themenseiten: Browser, Chrome, Firefox, Mozilla, Safari, Software, Webentwicklung

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