Oracle schließt 5,3-Milliarden-Dollar-Übernahme von Micros Systems ab

Oracle hat die Mitte Juni vereinbarte und kürzlich von der EU genehmigte Übernahme von Micros Systems abgeschlossen, das auf Lösungen fürs Gastgewerbe, Einzelhandel und Großveranstaltungen spezialisiert ist. Für sie hat es Mobile- und Clouddienste, Consulting sowie auch Hardware und Kassensoftware im Programm. Oracle zahlt 68 Cent pro Aktie, was insgesamt rund 5,3 Milliarden Dollar entspricht.

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Damit ist das in Columbia im US-Bundesstaat Maryland ansässige Micros der zweitgrößte Zukauf in Oracles Geschichte. Nur für Sun Microsystems zahlte es im Jahr 2010 mehr, nämlich die Rekordsumme von rund 7 Milliarden Dollar. Laut Bloomberg hat Oracle in den letzten zehn Jahren mehr als 50 Milliarden Dollar für über 100 Akquisitionen ausgegeben.

Wie Oracle in einer Pressemitteilung erklärt, wird es eine neue Geschäftseinheit namens „Hospitality Global“ gründen, die sich auf das Gastgewerbe sowie die Nahrungs- und Genussmittelindustrie konzentrieren soll. Geleitet wird der neue Geschäftsbereich von Mike Webster, bisher Leiter von Oracles Retail Global Business Unit.

„Zusammen werden Oracle und Micros dem Gastgewerbe und Handelsunternehmen dabei helfen, auf sich schnell wandelnde Kundenerwartungen zu reagieren, den Umsatz zu steigern und Betriebsprozesse durch umfassende, offene und integrierte Lösungen zu verbessern“, sagte Webster. Nach eigenen Angaben war Micros bisher am Betrieb von 330.000 Einzelhandels-Websites in 180 Ländern beteiligt.

Mit Micros hat sich Oracle ein weiteres Mal bei Cloud-Angeboten verstärkt. Dieser Bereich steht nach einer Reihe enttäuschender Quartale im strategischen Fokus von CEO Larry Ellison. Im Januar sagte Ellison etwa auf der Veranstaltung CloudWorld, hier gebe es „eine ganze Menge neuer Märkte zu erschließen“. Intern habe man mit einer Vergrößerung des Vertriebs Schritte in diese Richtung eingeleitet.

Im April hatte Oracle auch die Onlinedienste Oracle Database Backup Service und Oracle Storage Cloud eingeführt. Beide richten sich an Großunternehmen, die eine Umstellung auf Hybrid-Cloud-Angebote planen oder schon durchführen.

[mit Material von Charlie Osborne, ZDNet.com]

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