Bericht: Vorstellung von Android One am 15. September

Die günstigen Android-Smartphones kommen schon bald zu Preisen zwischen 88 und 126 Euro auf den Markt. Sie sollen anfangs in Indien und später auch in anderen Ländern erhältlich sein. Zur typischen Ausstattung gehören voraussichtlich Quad-Core-Prozessor, 5-Megapixel-Kamera, 1 GByte RAM sowie ein 4,5-Zoll-Display.

Google hat Einladungen für ein Presse-Event in Indien verschickt. Wie die Website des indischen TV-Senders NDTV berichtet, ist am 15. September die lange erwartete Vorstellung der günstigen Android-One-Smartphones zu erwarten. „Weitere Einzelheiten, wenn sich der Termin nähert“ verspricht die Einladung selbst.

Angekündigt wurde Android One auf der Entwicklermesse Google I/O im Juni als Smartphone-Plattform, die Geräte für unter 100 Dollar ermöglichen soll. Das Referenzdesign sieht ein 4,5 Zoll großes Display, einen SD-Card-Slot, Dual-SIM-Unterstützung sowie ein Radio vor. Die Geräte sollen anfangs in Indien und später auch in anderen Ländern erhältlich sein.

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Laut Android-Chef Sundar Pichai will Google mit Android One eine Milliarde Menschen erreichen. Subventionieren will Google die Hardware jedoch nicht, wie Pichai bei der Ankündigung im Juni sagte. Er hoffe vielmehr auf eine gemeinsame Nutzung der Ressourcen, damit die insgesamten Kosten der OEM-Hersteller im Rahmen bleiben. Aufgrund der Bedeutung des Android-One-Projekts für Google nimmt NDTV an, dass Pichai selbst zur Präsentation nach Indien kommt.

Für die Geräte einnehmen soll nicht nur der Preis, sondern eine vollständige Google-Play-Unterstützung und wie bei den Nexus- und Play-Edition-Modellen eine zeitnahe Aktualisierung auf neue Android-Versionen. Die Hersteller können zwar eigene Apps auf den Geräten installieren, aber die Nutzer sollen das Recht erhalten, vorinstallierte Apps zu löschen. Auch dürften die Modifikationen der Hersteller geringer als bei ihren heutigen Smartphones ausfallen – solche Anpassungen verursachen oft lange Wartezeiten bei Android-Updates.

Laut NDTV will Google wieder die Kontrolle über die Benutzererfahrung bei Android-Einsteigergeräten erlangen. Diese leidet oft unter mäßiger Hardware sowie reichlich vorinstallierten Programmen, die viel Speicherplatz beanspruchen und oft nicht gelöscht werden können. Die Hersteller installieren solche „Bloatware“ im Rahmen von Marketing-Vereinbarungen und versuchen damit, ihre Herstellungskosten auszugleichen.

Als Herstellungspartner von Android One wurden die indischen Firmen Karbonn, Micromax und Spice bestätigt. Die Markteinführung ist kurzfristig zu erwarten zu Preisen zwischen 7000 und 10.000 Indischen Rupien (88 bis 126 Euro). Diese sollen etwas höher ausfallen als ursprünglich angedacht, da die Anforderungen an Hardware und Software erhöht wurden.

Google gibt Mindestanforderungen vor, aber die Hersteller können sich durch bessere Features abheben. Economic Times geht davon aus, dass sie wahrscheinlich Geräte mit 5-Megapixel-Kameras, Quad-Core-Prozessoren, 1 GByte RAM sowie Displaydiagonalen zwischen 4,3 und 4,5 Zoll anbieten werden. Die Smartphones sollen mit Android KitKat 4.4.4 ausgeliefert und im Oktober auf Android L aktualisiert werden.

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